Querspange Waiblingen Passage wird zum Supermarkt
Wegen Dreck und Gestank machen viele Waiblinger einen großen Bogen um die Passage der Querspange. Diese soll bald Geschichte sein und einen neuen Zweck erfüllen.
Wegen Dreck und Gestank machen viele Waiblinger einen großen Bogen um die Passage der Querspange. Diese soll bald Geschichte sein und einen neuen Zweck erfüllen.
Ein ziemlich unwirtlicher Ort – so ließe sich die Passage der Querspange in Waiblingen beschreiben. Angesichts von Müll und Gestank machen viele Waiblingerinnen und Waiblinger einen großen Bogen um den Durchgang, über den Fußgänger vom Supermarkt Rewe am Postplatz unter der Straße hindurch zur Zentralklinik und der Apotheke auf der anderen Straßenseite gelangen können. Sie gehen stattdessen lieber einige Meter weiter und nutzen den Zebrastreifen.
Das ist schon seit Jahren so. Nun aber kommt offenbar Bewegung in die Angelegenheit. Die Schmuddelecke soll laut einer Mitteilung der Stadt Waiblingen und der Hamburger Captiva Investment Management GmbH, die im Mai 2022 den Gebäudekomplex mit der Zentralklinik, dem Supermarkt und einer Tiefgarage gekauft hat, komplett umgestaltet werden.
Zum einen wird der von Jürgen Lang betriebene Supermarkt im Gebäudekomplex modernisiert und erweitert. Mehr Platz im Laden entsteht dadurch, dass die Passage der Querspange dauerhaft geschlossen und diese Fläche inklusive jener einer längst geschlossenen Bar dem Rewe-Markt zugeschlagen werden. Dessen Verkaufsfläche vergrößert sich dadurch um 400 Quadratmeter auf 1800 Quadratmeter.
Die Veränderungen am Waiblinger Postplatz beschränken sich laut der Mitteilung aber nicht nur auf das Erdgeschoss der Querspange. „Die Stadt Waiblingen sieht dies als Auftakt für eine Umgestaltung des Postplatzes“, heißt es. Dieser wird von vielen Menschen in Waiblingen als triste Betonwüste empfunden und soll nun im Zuge des Umbaus „ertüchtigt“ werden.
Die Stadt Waiblingen will dazu eine neue Konzeption für den Platz entwerfen und klären, wie dieser trotz der zahlreichen im Boden verlaufenden Versorgungsleitungen und der Zufahrt zur Tiefgarage möglichst klimagerecht umgestaltet werden kann. Immer wieder gibt es Kritik an der mangelnden Aufenthaltsqualität an diesem zentral gelegenen Ort der Stadt.