Racial Profiling in Stuttgart „Das ist in Deutschland absolut rechtswidrig“

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Bei einem Podiumsgespräch diskutierten Experten und Betroffene mit Polizeivizepräsident Thomas Berger über das Thema Racial Profiling in Stuttgart. Wir waren mit der Kamera vor Ort.

Stuttgart - Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus beschäftigte sich am Donnerstagabend im Württembergischen Kunstverein eine Podiumsdiskussion mit dem Thema Racial Profiling. Der Begriff beschreibt sogenannte verdachtsunabhängige Kontrollen von Schwarzen Menschen oder People of Colour (PoC) durch Polizeibeamte einzig aufgrund von äußerlichen Merkmalen.

Genaue Fallzahlen unklar

Racial Profiling ist in Deutschland verboten, trotzdem kommt es immer wieder zu Beschwerden und Hinweisen Betroffener, die sich solcher Maßnahmen ausgesetzt sehen. Problematisch sei hierbei, dass Menschen, die bei Polizeieinsätzen diskriminierende Erfahrungen machen müssen, diese häufig nicht zur Anzeige bringen, weil sie nicht an eine unabhängige Ermittlung, Aufklärung oder strafrechtlichen Verfolgung der Täter glauben.

Anfang eines Dialogs

Trotz teilweise doch sehr unterschiedlicher Perspektiven auf das Thema waren sich Podiumsgäste und Teilnehmer weitgehend einig, dass das gemeinsame Gespräch ein guter Ansatz sei, um Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen. Wir haben im Anschluss an die Podiumsdiskussion mit Thomas Berger, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Stuttgart und Olimpio Alberto, Vorstandsmitglied des Kulturforums Stuttgart, über Racial Profiling in der Landeshauptstadt gesprochen.




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