Radeln in Ludwigsburg Parkhaus wird für Fahrräder nicht aufgestockt

Räder wollen an Bahnhöfen sicher verstaut sein. Foto: Klaus Wagner
Räder wollen an Bahnhöfen sicher verstaut sein. Foto: Klaus Wagner

Weil die Kosten explodieren, soll das Parkdeck Schillerviertel nicht nur für Autos, sondern auch für Räder dienen.

Rems-Murr/ Ludwigsburg: Martin Tschepe (art)
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Ludwigsburg - Eigentlich sollten die Bauarbeiten für das neue Fahrradparkhaus beim Bahnhof Ludwigsburg längst laufen. Doch getan hat sich bis dato nichts. Jedenfalls nichts Sichtbares. Jetzt hat Karin Wächter von den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) in einer Sitzung des Gemeinderatsausschuss für Mobilität, Technik und Umwelt die neuen Pläne vorgestellt. Die SWLB verzichten auf die eigentlich vorgesehen Aufstockung des bestehenden Pkw-Parkhauses Schillerviertel. Das Fahrradparkhaus soll nun stattdessen auf der bis dato für öffentliches Parken von Autos genutzten Ebene des Gebäudes erstellt werden. 59 Pkw-Stellplätze fallen deshalb weg. In den Parkhäusern MHP-Arena und Bahnhof stünden aber genügend Plätze bereit, um den Verlust zu kompensieren, sagte Wächter.

Es soll 700 Stellplätze für Räder und 16 Fahrradboxen geben

Die Hauptzufahrt zum Radparkhaus solle über die bestehende Pkw-Rampe erfolgen. Für die Radfahrer, die das Parkhaus dann zu Fuß in Richtung Bahnhof verlassen, sei eine sogenannte Treppenrampe vorgesehen. Knackpunkt: noch sei man sich mit der Telekom, deren Grundstück überquert werden müsse, nicht einig.

Nach wie vor seien rund 700 Stellplätze für Räder vorgesehen sowie 16 verriegelbare Fahrrad-Boxen und dazu Schließfächer für Helme, Bekleidung und Akkus von E-Bikes. Geplant sei zudem eine kleine Rad-Servicestation. Das Radparkhaus soll videoüberwacht werden und sei für die Kunden rund um die Uhr zugänglich.

Ursprünglich rechnete die SWLB mit 2,2 Millionen Euro für die Aufstockung. Dann indes sei diese Summe auf vier Millionen angestiegen, denn das Gebäude hätte mit großem Aufwand statisch ertüchtigt werden müssen. Die neue Variante werde voraussichtlich 2,4 Millionen kosten, so Wächter.

Stadträte finden den Standort nicht ideal

Abgestimmt wurde in der Sitzung nicht. Mehrere Kommunalpolitiker erklärten, dass das Radparkhaus dringend benötigt werde, dass es nicht ideal liege, denn die Zu- und die Abfahrt seien nicht ganz einfach zu regeln, aber es gebe ganz offenkundig kein besser geeignetes Objekt oder Gelände in der Nähe des Bahnhofs. Das Baugesuch könnte im ersten Quartal 2022 eingereicht werden.




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