Radfahren im Herbst Sicher im Sattel, wenn die Tage kürzer werden

Von red 

Der Herbst ist da - aber nicht alle rufen "hurra"! Auch wenn die bunte Blätterwelt hübsch anzuschauen ist und sich die goldene Jahreszeit prima für Ausflüge mit dem Rad eignet - im Alltag mit dem Drahtesel gibt es manches, was an den kürzer werdenden Tagen beachtet werden sollte.

Ein Ausflug mit dem Fahrrad durch raschelndes Laub, das hat schon was!  Foto: Monkey Business Images 9 Bilder
Ein Ausflug mit dem Fahrrad durch raschelndes Laub, das hat schon was! Foto: Monkey Business Images

1. Licht an: Nebel, Regen und die frühe Dämmerung sorgen in den kommenden Monaten für schlechte Sichtverhältnisse. Eine gute Beleuchtung am Fahrrad bringt daher Licht ins Dunkel. Gesetzlich vorgeschrieben sind eine Frontleuchte mit weißem Reflektor, eine Rückleuchte mit zwei roten Reflektoren, Reflexstreifen an den Reifen oder Reflektoren an den Speichen sowie gelbe Reflektoren an den Pedalen. Die Beleuchtung sollte so eingestellt werden, dass die Mitte des Lichtkegels etwa zehn Meter vor dem Rad auf die Straße fällt. Betrieben werden darf die Lichtanlage per Dynamo, aber auch mit Batterien oder einem Akku. Abnehmbare Lampen müssen so am Fahrrad fixiert sein, dass sie sich nicht von selbst verstellen können. Stirnlampen oder Lampen, die am Helm oder am Arm des Radlers befestigt sind, entsprechen nicht der Straßenverkehrsordnung und dienen höchstens als Zusatzlicht.

2. Immer schön langsam: Vorsicht, Rutschgefahr! Denn überall auf den Radwegen liegt im Herbst feuchtes Laub. Daher sollten Radfahrer etwas langsamer unterwegs sein. Schon alleine deshalb, weil bei Nässe Felgenbremsen nicht mehr so gut greifen und der Bremsweg sich dadurch verlängert.

3. Winterreifen aufziehen: Wer braucht denn sowas fürs Fahrrad? Doch der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen ist vor allem bei Radlern, die ihr Bike viel nutzen, zu empfehlen. Die Winterreifen sind aus einer speziellen Gummimischung gefertigt, die auf die winterlichen Bedingungen abgestimmt ist. Fahrrad-Winterreifen gibt es von diversen Herstellern etwa bei Radsport Mayer. Es gibt sogar Reifen mit Spikes, die - anders als bei Autos hierzulande - für Fahrräder erlaubt sind.

4. Dampf ablassen: Wer keine Winterreifen auf die Fahrradfelgen aufzieht, dem rät der ADFC, den Luftdruck der Reifen auf den Mindestdruck zu reduzieren (ist auf der Reifenflanke angegeben). Damit vergrößert sich die Auflagefläche des Reifens, was für mehr Halt und Stabilität sorgt.

5. Tiefer legen: Für schnellere Bodenhaftung im Notfall, empfiehlt es sich, den Sattel um einige Zentimeter tiefer zu stellen. Sich selbst und das Fahrrad kann man mit schnellerm Halt unter den Füßen leichter wieder ins Gleichgewicht bringen.

6. Damit nichts verrutscht: Regen, Matsch oder Schnee und ehe man es sich versieht, rutscht man von den Pedalen ab. Abhilfe können hier Pedale mit einer speziellen, rauen Oberfläche oder ein sogenanntes Griptape - ein Klebeband, das mehr Halt geben soll - verschaffen.

7. Damit es läuft, wie geschmiert: Um sie vor Nässe, Schmutz oder Streusalz zu schützen, sollten alle beweglichen Teile regelmäßig geschmiert werden. Vor allem die Kette bedarf einer regelmäßigen Reinigung und Ölung. Der ADFC empfiehlt, vor jedem Fahrtantritt mindestens die Beleuchtung zu überprüfen.

8. Notfalls ab auf die Straße: "Verkehrswichtige" innerörtliche Radwege von Laub und Schnee zu befreien, ist Aufgabe von Städten und Gemeinden. Geschieht das nicht, entfällt auch bei ausgeschilderten Radwegen die Benutzungspflicht. Der ADFC rät dann auf die Fahrbahn auszuweichen.

9. Ein warmes Plätzchen bitte: E-Bikes und Pedelecs brauchen im Herbst und Winter übrigens besondere Fürsorge. Bei niedrigen Temperaturen lässt die Leistungsfähigkeit des Akkus nämlich nach, die Reichweite sinkt. Wer keinen Platz in Garage oder Keller hat, kann den Akku mit speziellen Neoprenhüllen vor Kälte schützen. Lässt man das E-Bike länger draußen stehen, sollte man zumindest dem Akku in der Wohnung ein warmes und trockenes Plätzchen sichern.

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