Für Radfahrende gibt es nun eine direkte und sichere Verbindung zwischen Nürtingen, Großbettlingen und Frickenhausen (Kreis Esslingen). Davon profitieren nicht nur Schüler.

Reporter: Elke Hauptmann (eh)

Ein stressfreier Schulweg über Gemeindegrenzen hinweg – das ist der neue Radweg entlang der Bundesstraße 313, der Tischardt, Großbettlingen und Nürtingen miteinander verbindet. Der Bund investierte rund 4,7 Millionen Euro, um eine Lücke im Radwegenetz zu schließen und die Verkehrssicherheit für Radfahrende zu verbessern: Die Schüler, die täglich zur weiterführenden Schule pendeln, können die stark befahrene Bundesstraße nun queren, indem sie selbst ein Grünsignal anfordern.

 

Die 2,6 Kilometer lange Strecke wurde dieser Tage von Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Regierungspräsidentin Susanne Bay, Oberbürgermeister Johannes Fridrich (Nürtingen) sowie den Bürgermeistern Christopher Ott (Großbettlingen) und Simon Blessing (Frickenhausen) feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Ziel: 20 Prozent aller Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt

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„Ich freue mich, dass wir beim Bau auch den Naturschutz fest im Blick hatten und damit zeigen: sichere und selbstständige Mobilität, Klimaschutz und Artenschutz gehören zusammen“, betonte Zimmer bei der Einweihung. Bereits vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten wurden wichtige Naturschutzmaßnahmen umgesetzt: Neue Lebensräume für Zauneidechsen entstanden, temporäre Kleingewässer bieten künftig Grasfröschen und Gelbbauchunken wertvollen Rückzugsraum. Mehrere neu geschaffene Durchlässe unter der B 313 ermöglichen es Amphibien künftig, die Straßen gefahrlos zu queren. Zusätzlich wurden Nistkästen aufgehängt, um heimischen Vogelarten neue Brutplätze zu bieten.

Der Radweg ist ein kleiner Stein in einem großen Mosaik: „20 Prozent aller Wege sollen bis zum Jahr 2030 mit dem Fahrrad zurückgelegt werden“, erläuterte Bay. Dafür brauche es direkte Wegeverbindungen. „Wir arbeiten weiter daran, Stück für Stück weitere Lücken zu schließen, damit gerade auch auf längeren Strecken über Markungsgrenzen hinweg das Fahrrad eine echte Mobilitätsalternative wird“, fügte die Regierungspräsidentin hinzu.