Radfahren in Stuttgart Für optimale Verhältnisse ist ein Umbau nötig

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

„Ohne Stoppschild ist es dort für Radler saugefährlich“, betont der städtische Verkehrsexperte. Das Risiko, dass Radler von abbiegenden Autofahrern erfasst würden, sei erheblich. Die Ansicht des ADFC, dass es an der Kreuzung nur geringfügigen Anlieger- und Anlieferverkehr gibt, teilt Eichenauer nicht. Es gebe dort vielmehr einen erheblichen Lieferverkehr mit schweren Fahrzeugen, vor allem zum nahegelegenen Einkaufszentrum Gerber.

Um Radler auf der Hauptradroute durch die Stadt nicht mehr ausbremsen zu müssen, hält Eichenauer einen größeren Umbau des gesamten Kreuzungsbereichs an der Kirche St. Maria für erforderlich. „Eine neue Straßengestaltung muss optisch ganz deutlich zeigen, wer an dieser Stelle Vorfahrt hat.“ Dazu gebe es aber bis jetzt nur einige Ideen und Skizzen.

„Das Stoppschild für Radler auf der Hauptradroute muss weg“, sagt der Grünen-Fraktionschef Peter Pätzold. Die Gefahr für Radler gehe von Fußgängern, Motorrädern und Autos aus. Die Stuttgarter Fahrrad-Bloggerin Christine Lehmann zeigt in einem Video im Internet anschaulich, welche widrigen Verkehrsverhältnisse dort herrschen. Darin ist auch zu sehen, wie ein Streifenwagen der Polizei den Radweg benutzt, um in die Feinstraße abzubiegen.

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