Der Allgemeine Deutscher Fahrrad-Club hat seine Verkehrssicherheitskampagne gestartet und nimmt die Politik in die Pflicht.

Das Rad kommt – mit Sicherheit!“ verkünden weiße Lettern auf orangefarbenem Grund. Es ist das Motto der landesweiten Verkehrssicherheitskampagne, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Baden-Württemberg nun vor der Stuttgarter Oper startete – mit Informationsstand und Poolnudel-Demo bis in die ADFC-Landesgeschäftsstelle an der Reinsburgstraße. Das Radeln sollte auf den Mindestabstand verweisen, der beim Überholen von Rädern gilt. Zu den insgesamt sechs Forderungen gehören Falschparken verhindern und Tempo 30 einführen. „Das erhöht die Sicherheit stark, nur so können wir die Zahl der Radfahrenden vergrößern“, sagte ADFC-Landesgeschäftsführerin Kathleen Lumma. „Die Landespolitik muss endlich den im Koalitionsvertrag angekündigten Verkehrssicherheitspakt schmieden, ADFC-Maßnahmen für mehr Radverkehrssicherheit aufgreifen, bestehende Regeln durchsetzen.“ Ziel sei Vision Zero, also keine Verkehrstoten. Neben Verkehrsministerium seien Innenministerium und Innenausschuss in der Pflicht, Abstands- und Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Die Zahl der Fahrradunfälle steigt. Im Land werde stündlich eine Rad fahrende Person in einen Verkehrsunfall verwickelt, wöchentlich sterbe eine, so Lumma. Statistisch war das 2020 jeder sechste der 330 Verkehrstoten.

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