Radio-Show „2nach9“ zum Nachhören Der Mann ist mehr als nur der „Witz vom Olli“

Von Peter Lachmann 

Wer Oliver Gimber, Deutschlands erfolgreichsten Witzeerzähler, einlädt, braucht sich um Pointen keine Gedanken zu machen. Insofern hatten David Rau und Tom Hörner bei der jungsten Folge von „2nach9“ leichtes Spiel. Aber schnell war klar, dass es Oliver Gimber nicht nur um den Spaß geht.

Lachen ist für ihn eine Form von Therapie: Oliver Gimber Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Lachen ist für ihn eine Form von Therapie: Oliver Gimber Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Der Stargast des Abends war männlich. Er kam im schnellen Audi. Und er war pünktlich wie die Maurer, auch wenn er eigentlich Maler- und Lackierermeister ist. Die Rede ist von Oliver Gimber, 44, aus Pforzheim, Deutschlands erfolgreichstem Witzeerzähler.

In den sozialen Medien ist der Mann, der seine selbstgefilmten Witze vorzugsweise vom Fahrersitz aus zum Besten gibt, bekannt wie einbunter Hund. Hunderte Witze bekommt er täglich von Fans geschickt. Seine Live-Shows sind ausverkauft. Nur für den Auftritt am kommenden Freitag, 17. März, in Leinfelden gäbe es noch Karten an der Abendkasse. Gimber, Chef von drei Firmen, darunter ein Malerbetrieb mit 22 Beschäftigten, ist eben auch Geschäftsmann.

Herr Raus Witz bestand die Qualitätsprüfung nicht

Bei so einem Stargast, meinten die beiden „2nach9“-Moderatoren, Stuggi-TV-Chef David Rau und StN/StZ-Redakteur Tom Hörner, können sie sich mit Gags zurückhalten. Nur David Rau hatte einen Witz parat – der prompt die Gimber’sche Qualitätsprüfung nicht bestand.

Olli meint das ernst mit den Witzen

Natürlich, wenn Oliver Gimber im Horads-88,6-Studio sitzt, gibt es jede Menge zu lachen. Und doch scheint bei dem halbstündigen Gespräch immer wieder durch, dass bei dem Unternehmer aus Pforzheim die Spaßmacherei auch einen ernsten Hintergrund hat. Erst vorhin, sagt Gimber, als er seine Facebook-Nachrichten durchgegangen sei, habe ihm jemand geschrieben, der einige Schicksalsschläge hinter sich habe, wie wichtig für ihn Lachen sei und wie sehr er Olli dafür danke.

Warum der VfB unbedingt aufsteigen sollte

Gimber gibt sich in dem Gespräch auch als Arbeitstier zu erkennen, das sei er immer schon gewesen. „Ich arbeite eher mehr als früher“, sagt er. „Aber früher waren 80 Prozent Frust und der Rest Spaß. Heute ist es umgekehrt.“

Gegen Ende legt der Badener, in seiner Jugend selbst leidenschaftlicher Fußballspieler, ein Bekenntnis zum VfB Stuttgart ab: Wenn die Schwaben wieder in der ersten Liga spielen, steht Gimber gern als Pausenclown zur Verfügung. Aber nur dann.

Die komplette Show zum Nachhören gibt es hier.

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