Radreise Italien Soulfood in Südtirol - zwei Touren für Genießer

Von dane 

Schwierige Trails oder Schweiß treibende Mountainbike-Touren auf hohe Gipfel - nicht Jedermanns Sache. In den Tälern Südtirols gibt es daher viele schöne Radwege, die sich vor allem für Genussradfahrer, Familien und Anfänger eignen. Das sind unsere Lieblinge.

Bozen ist der Startpunkt für die Tour bis nach Meran. Foto: Shutterstock/Massimiliano Pieraccini 7 Bilder
Bozen ist der Startpunkt für die Tour bis nach Meran. Foto: Shutterstock/Massimiliano Pieraccini

Liebling 1: Radweg Etschtal - von Bozen nach Meran

Von Bozen startend, geht es erst in Richtung Süden, den Eisack entlang. Am südlichen Ende der Stadt, zwischen den Obstanlagen, erreichen die Radler eine Kreuzung und biegen rechts in Richtung Meran ab. Der Weg folgt dem Lauf der Etsch. Treiben lassen, lautet die Devise. Nach dem zweiten Bahnübergang (beim Bahnhof Sigmundskron) strampelt es sich rechts vom Flusslauf munter weiter. Die Steigung macht sich kaum in den Waden bemerkbar. Andrian, Terlan, Nals, Vilpian und Gargazon ziehen wie Perlen an einer Schnur vorüber.

Beim Bahnhof Lana-Burgstall hat man die Qual der Wahl: entweder links in Richtung Lana oder rechts in Richtung Burgstall abbiegen und diese Orte besuchen - oder geradeaus der Etsch entlang weiter über Sinich nach Untermais fahren - und schon sind die Genussradler in Meran. Durch die Straßen der Stadt geht es flugs ins Zentrum.

Wer Lust, Zeit und Muse hat, radelt von Meran aus - dem Etschufer weiter folgend - in den Vinschgau hinauf.

Fakten, Fakten, Fakten:

  • Wegbezeichnung: Radweg Etschtal
  • Start: Bozen (245 Meter)
  • Ziel: Meran (330 Meter)
  • Länge: zirka 30 Kilometer (ab Bozen Stadtzentrum)
  • Fahrtzeit: rund eineinhalb bis zwei Stunden
  • Höhenunterschied: 75 Meter - auf die ganze Strecke verteilt
  • Streckencharakter: durchgehend asphaltierter Radweg, kurze Abschnitte auf Feldwegen und Landstraße
  • Bahn & Bike: Regionalzüge mit begrenzter Radmitnahme halten in: Bozen, Sigmundskron, Terlan, Vilpian, Gargazon, Lana Burgstall, Untermais, Meran.

Liebling 2: Radweg Pustertal - von Innichen über Bruneck nach Franzensfeste

Innichen, auf 1175 Meter gelegen, dürfte Fahrradfreunden ein Begriff sein: Von hier startet nämlich die bekannte Radweg-Abfahrt nach Lienz in Osttirol (Österreich), immer an der Drau entlang.

Aber auch in westliche Richtung verläuft ein ebenso schöner Radweg: der "Pusterbike" steigt nach Toblach (1240 Meter) hoch bis zum Bahnhof/Grand Hotel. Von dort an geht es abwärts: über Niederdorf, Welsberg, Olang und Percha bis nach Bruneck. Dieser Abschnitt ist 35 Kilometer lang und besteht eben aus der beschriebenen, gemütlichen Abfahrt von 1240 Meter Meereshöhe auf 840 Meter hinunter. Dabei geht es durch die Wiesen, Felder und Wälder des Hochpustertales - alles wildromantisch - vorbei am Olanger Stausee und in die Rienz-Schlucht vor Bruneck. Auch ein Tunnel wird vom Radweg durchquert.

Nach Erreichen der Stadt Bruneck geht der Radweg über St. Lorenzen, Ehrenburg/Kiens und Vintl bis nach Mühlbach weiter - immer der Rienz entlang. Westlich von Mühlbach trennen sich Fluss und Radroute: Kurz nach der Ortschaft Schabs zweigt die Dorfstraße über Aicha nach Franzensfeste ab, dort besteht Anschluss an den Eisacktal- und Wipptal-Radweg.

Fakten, Fakten, Fakten:

  • Wegbezeichnung: Radweg Pustertal, Pusterbike
  • Start: Innichen (1175 Meter)
  • Ziel: Franzensfeste (748 Meter)
  • Länge: zirka 70,5 Kilometer 
  • Fahrtzeit: zirka vier Stunden 
  • Höhenunterschied: von Osten nach Westen zirka 530 Meter Abfahrt, einige kleine Anstiege bei Talabzweigungen
  • Streckencharakter: Weitgehend asphaltierter Radweg, Abschnitte auf Feldwegen/Nebenstraßen, abschnittsweise Schotterbelag, Tunnel (beleuchtet, kein Autoverkehr) 
  • Bahn & Bike: Regionalzüge mit begrenzter Radmitnahme verkehren parallel (Halt in Innichen, Toblach, Niederdorf, Welsberg, Olang, Percha, Bruneck, Ehrenburg, Vintl, Mühlbach, Franzensfeste)

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