Radsport im Rems-Murr-Kreis Die Elite ist so sehr Elite wie nie zuvor

Organisator Marc Sanwald spannt auch seine Stiefsöhne Luca (links) und Niklas ein. Foto: Eva Herschmann
Organisator Marc Sanwald spannt auch seine Stiefsöhne Luca (links) und Niklas ein. Foto: Eva Herschmann

Der achte Rems-Murr-Pokal rollt an diesem Wochenende durch Schorndorf, Backnang und Fellbach. 100 Fahrer stehen im Elite-Feld.

Fellbach: Eva Herschmann (eha)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Fellbach - Drei Tage, drei Rennen, ein Gesamtsieger: Die achte Auflage des Rems-Murr-Pokals startet an diesem Freitag in Schorndorf und wird am Samstag in Backnang fortgesetzt, bevor sich die Männer mit den strammen Waden am Sonntag am Fuß des Kappelbergs sammeln. Die Jagd in den Weinbergen ist wie in den Vorjahren Höhepunkt und Finale der dreitägigen Rennserie. Auf der schwersten Etappe, bei der die rund 100 Fahrer 60 Runden mit je 3,33 Kilometern Länge und 80 Höhenmetern bewältigen müssen, wird wohl der Gesamtsieg entschieden. „In Fellbach wird den Fahrern alles abverlangt und den Zuschauern Radsport hautnah geboten“, sagt der Organisator Marc Sanwald vom Activity-Racing-Team des TSV Schmiden.

Ein Nachtrennen in Schorndorf, ein Stadtrennen in Backnang und ein Bergrennen in Fellbach – der Rems-Murr-Pokal verlangt den Fahrern alles ab. Die Serie startet an diesem Freitag, 18 Uhr, in der Schorndorfer Altstadt mit dem Jedermann-Rennen. Um 20.30 Uhr geht die Elite-Klasse auf die wegen einer Baustelle leicht verkürzte Strecke von 700 flachen Metern pro Runde, in denen es eng und schnell zugehen wird. Am Samstag treffen sich die Rennfahrer von 15 Uhr an zur zweiten Etappe in der Backnanger Marktstraße, wo pro Runde 1,5 Kilometer und 15 Höhenmeter bewältigt werden. Am Sonntag von 12 Uhr an geht es dann ins Grüne. Für die Elite im Rennsattel wird es indes alles andere als ein gemütlicher Ausflug. Denn am Kappelberg folgt von 14.30 Uhr an der Showdown der Besten um den Gesamtsieg.

Noch nie war das Feld bei der Elite so hochklassig

„Wir hatten noch nie ein solch hochklassiges Feld bei der Elite“, sagt Marc Sanwald. Angeführt wird die Starterliste von Yannik Steimle vom RSC Kempten, dem Gesamtsieger der Jahre 2015 und 2016. „Er könnte das Triple schaffen“, sagt Marc Sanwald. Doch die Konkurrenz wird sich an seine Fersen heften. Allen voran Tim Schlichenmaier, der in den vergangenen Jahren stets eine gute Rolle beim Rems-Murr-Cup spielte. Allerdings startet er in diesem Jahr im gleichen Team wie Yannik Steimle. „Ich bin gespannt, wie die Stallorder für die Topleute aussehen wird“, sagt der Veranstalter. Denn auch Jonas Schmeiser, der in dieser Saison schon sechs Siege auf der Straße eingefahren hat, fährt für den RSC Kempten.

Die Taktik könnte nicht nur teamintern, sondern auch auf der Strecke entscheidend sein. Denn das hochkarätige Feld wird den Vorjahressieger hetzen. Als Kandidaten auf vordere Plätze gelten Marcel Fischer, der baden-württembergische Straßenmeister vom Team Racing Students, das seit Jahren erfolgreich beim Rems-Murr-Pokal mitmischt, sowie Luca Schwarzbauer (Lexware Mountainbike), Vize-Weltmeister bei den Junioren auf dem Mountainbike. Als Überraschungspaket kommt das Team Vorarlberg. Zwei der fünf Fahrer, Lukas Meiler und Bruder Martin Meiler, sind Mitglieder des deutschen Cross-Nationalteams. Der Belgier Laurent Vanden Bak und der Luxemburger Gaetan Pons, die für das Team Leopard Pro Cycling in die Pedale treten, könnten ebenfalls das Feld aufmischen, sagt Marc Sanwald. „Außerdem sind vier Radfahrer der kenianischen Nationalmannschaft am Start.“ Auch Markus Westhäuser hat sich was vorgenommen, immerhin ist der Mann vom Team Urban deutscher Straßenmeister bei den Senioren.

Beim Gastgeber TSV Schmiden müssen alle anpacken

Vom gastgebenden TSV Schmiden ist bei der Elite nur Alexander Kurrle am Start. „Das Feld ist zu gut, da hält von uns keiner mehr mit“, sagt Marc Sanwald. Außerdem braucht er jede helfende Hand bei der Organisation. „Das Rennen ist mittlerweile so groß, es müssen alle anpacken, auch meine Jungs“, sagt der Hauptverantwortliche mit Blick auf den 13-jährigen Luca Sanwald und seinen jüngeren Bruder Niklas, elf Jahre. Beim Jedermann-Rennen sind die Veranstalter immerhin zweimal vertreten – Sebastian Andres Vidal Campos und Martin Kästner starten fürs Activity-Racing-Team.




Unsere Empfehlung für Sie