Vier Tage, vier Etappen in und um Stuttgart, und am Ende wäre beinahe eine Lokalmatadorin ganz oben auf dem Podest gestanden. Aber auch mit dem zweiten Rang in der Gesamtwertung des Elite-Frauen-Felds hat die Möhringerin Sandra Geyer bei den „Race Days Stuttgart“ ihre eigenen Erwartungen erfüllt. Stattgefunden hat die Veranstaltung zum dritten Mal, erneut unter gemeinsamer Organisation der Vereine RV Pfeil Plattenhardt, 1. RV Stuttgardia Stuttgart, RSV Stuttgart-Vaihingen und RV Pfeil Magstadt. Diese waren denn auch von Donnerstag bis Sonntag die jeweiligen Gastgeber.
„Natürlich freut mich mein Ergebnis sehr“, sagt Geyer, die Mitglied in Vaihingen ist, in der Bundesliga aber für das Freiburger Team „Embrace the world“ in die Pedale tritt. Die Chance, auf der letzten Etappe noch die auf Platz eins liegende Elisa Sassmann (Rose Racing Circle) einzuholen, blieb ihr wetterbedingt verwehrt. Die starken Regenfälle setzten die Strecke in Magstadt unter Wasser. „Das war schade“, sagt die 28-Jährige, die zuvor auf der Auftaktetappe in Plattenhardt mit Platz drei ihr bestes Einzelergebnis erzielt hatte. Tags darauf, auf der Degerlocher Waldau, hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann bereits mit schwierigen Umständen zu kämpfen gehabt. Der Grund: strömender Regen.
Auch Benedikt Willi mit guter Leistung
An seiner Heimstätte in Plattenhardt wusste derweil auch Benedikt Willi, der für die Equipe Stuttgart-Vaihingen startet, zu überzeugen. Auf quasi „seiner“ Strecke landete er auf Rang zwei – und im Endklassement dann auf Rang vier nur knapp hinter den Podestplätzen. Auch den Männern kam zuletzt das Wetter in die Quere. Die finale Etappe musste zehn Runden vor dem Ende abgebrochen werden. Ein Wasser-Rückhaltereservat war übergelaufen und hatte die letzte Kurve des Rundkurses überschwemmt. Willis Problem: Virtuell auf Rang zwei liegend, ließ er sich zwischen zwei Gruppen fallen, um sich mit seinen Teamkollegen zu verbünden und am Ende dadurch Zeit gutzumachen. Was er da noch nicht wusste: Er befand sich auf der letzten gezählten Runde vor dem Abbruch. Weil er also langsamer wurde, fiel der 27-Jährige auf Platz vier der Gesamtwertung zurück.
„Das war ärgerlich“, haderte Willi, dem schließlich nur wenige Sekunden zu Platz drei fehlten. In den vierten Tag war er sogar noch mit dem Führungstrikot gegangen, ehe sich Luis Neff (Rose Racing Circle) dieses schnappte und die dritte Auflage der „Race Days Stuttgart“ gewann.
Jene waren laut dem Mitorganisator Willi erneut ein voller Erfolg und trotz schlechtem Wetter besser besucht als im Jahr zuvor.