Radsternfahrt in der Region Stuttgart Naturfreunde-Radgruppe: Radler auf ungeeignete Wege verbannt

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Für die Naturfreunde Radgruppe Stuttgart ist die Sternfahrt eine Werbung für das Radfahren. Dafür müsse aber mehr getan werden. „Von der kostenlosen Fahrradmitnahme im Nahverkehr sind wir meilenweit entfernt“, sagt der Vorsitzende Peter Pipiorke.

In Stuttgart fehle eine touristische Wegweisung. Selbst am Neckarradweg gebe es keine Hinweise auf Sehenswürdigkeiten wie Grabkapelle, Fernsehturm oder Schloss Solitude. „Und auf den wenigen bestehenden Radwegen sind Radler gefährdet“, so Pipiorke. Vor allem in der Theodor-Heuss-Straße sei der Radstreifen sehr schmal und zudem oft zugeparkt. „Radler werden auf ungeeignete Gehwege verbannt. Oft gibt es fünf Zentimeter hohe und scharfkantige Bordsteinabsenkungen.“ Das abschreckendendste Beispiel sei der so genannte Radweg vor dem Hauptbahnhof. Dort müssten Radler sich zwischen Autos und Falschparkern durchkämpfen. Die Stadtverwaltung schaue tatenlos zu und verteile lieber Aufkleber mit dem Motto „Fahr Rad in Stuttgart“.

Sonderthemen