Radunfälle in Stuttgart Smart-Fahrer lässt Radler schwer verletzt zurück

Am Wochenende gab es viele Radunfälle – und nicht immer trugen die Betroffenen einen Helm. Foto: Fotolia/animaflora
Am Wochenende gab es viele Radunfälle – und nicht immer trugen die Betroffenen einen Helm. Foto: Fotolia/animaflora

Die sonnige Wetterlage im Spätsommer lässt viele aufs Fahrrad steigen – allerdings hatte das übers Wochenende auch seine Schattenseiten. Die Polizei registrierte zum Teil folgenschwere Unfälle.

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Stuttgart - Der Radfahrer hatte keine Chance: Am frühen Sonntagmorgen wurde er am Österreichischen Platz in der Innenstadt von einem Smart-Fahrer aus der Bahn geworfen, der offenbar die rote Ampel nicht beachtet hatte. Der Radler blieb schwer verletzt zurück, der Verursacher machte sich aus dem Staub. Einer von vielen Radunfällen in und um Stuttgart, die am Wochenende von der Polizei registriert wurden. Die Schattenseiten des derzeit idealen Radelwetters.

Nach dem Unfall, der sich am Sonntag um 5.40 Uhr in der Weißenburgstraße ereignete, sucht die Verkehrspolizei nun dringend Zeugen. Der 25-jährige Radfahrer hatte nach bisherigen Erkenntnissen bei Grün in die Kreuzung des Österreichischen Platzes einfahren wollen, als sich von links ein schwarzer Smart mit hohem Tempo näherte. Laut Polizei passierte der Fahrer des Zweisitzers die Kreuzung ohne zu bremsen. Der Radler konnte mit einer Vollbremsung zwar noch eine Kollision verhindern, stürzte aber auf den Asphalt und erlitt schwere Verletzungen.

Unfallflüchtiger Smart gesucht

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielt der Smart-Fahrer etwa 50 Meter nach der Kreuzung an. Die Beifahrerin stieg aus und kam zur Unfallstelle zurück. Als ihr ein Zeuge erklärte, dass der Smart Rot gehabt habe, ging die unbekannte Frau zurück und stieg ein. Der Fahrer gab Gas und fuhr in Richtung Bad Cannstatt davon. Der Radfahrer musste von einem Notarzt behandelt und vom Rettungsdienst stationär in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Von dem Smart ist lediglich bekannt, dass er schwarz lackiert war und ein Nürnberger Kennzeichen hatte. Hinweise nimmt die Verkehrspolizei unter der Rufnummer 07 11 / 89 90 - 41 20 entgegen.

Noch unklar ist die Schuldfrage bei einer Kollision zwischen einer Radfahrerin und einem Taxi, die sich am Samstagabend ebenfalls in der Innenstadt ereignete. Die 31 Jahre alte Radlerin war gegen 18.35 Uhr von der Rathauspassage in Richtung Hauptstätter Straße unterwegs und wollte diese auf der Fußgängerfurt überqueren. Dabei stieß sie mit dem Taxi eines 57-Jährigen zusammen, der auf dem mittleren Fahrstreifen vom Charlottenplatz aus unterwegs war. Die Radfahrerin erlitt dabei leichte Verletzungen. Sie behauptet, ebenso wie der Taxifahrer, bei Grün gefahren zu sein. Hinweise an 07 11/89 90 - 41 20.

Auch in der Region blieben Radler auf der Strecke

Mehrere Verletzte und Tausende Euro Schaden gab es auch in den benachbarten Landkreisen bei Radunfällen. In Ludwigsburg hatte ein 80-jähriger E-Bike-Fahrer offenbar eine rote Ampel nicht beachtet und kollidierte mit dem BMW einer 46-Jährigen. Ohne Helm erlitt der Senior schwere Verletzungen. Eine Kopfplatzwunde erlitt eine 49-jährige Radlerin ohne Helm bei einem Sturz in Kernen-Rommelshausen. In Fellbach (Rems-Murr-Kreis) übersah ein Smart-Fahrer beim Abbiegen einen 42-jährigen Radler und verletzte ihn schwer. In Nürtingen (Kreis Esslingen) stießen zwei Radfahrer im Alter von 64 und 71 Jahren zusammen.




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