Fußgänger und Radfahrer müssen weiter auf den neuen Weg zwischen Metterzimmern und Kleinsachsenheim (Kreis Ludwigsburg) warten. Der Boden für das 400 000-Euro-Projekt war zu instabil.

Ludwigsburg: Frank Ruppert (rup)

Es hat sich angehört wie eine relativ unkomplizierte Angelegenheit: Das Landratsamt Ludwigsburg wollte den Geh- und Radweg neben der Verbindungsstraße zwischen Metterzimmern und Kleinsachsenheim ausbauen. Der 750 Meter lange Weg verläuft direkt neben der Kreisstraße und war mit 1,80 Meter zu schmal. Der Ausbau auf drei Meter Breite sollte die Sicherheit erhöhen und in der Zeit von Ende Mai bis Mitte Juni erledigt werden.

 

Derzeit ist die Strecke als Verbindung nach Sachsenheim besonders beliebt, wegen der Sperrungen in Bietigheim. Deshalb sehen nun viele, dass der Weg immer noch nicht fertig ist. Was ist geschehen? Beim 400 000 Euro teuren Projekt lief etwas schief. „Nach Abschluss der Erdarbeiten hat sich gezeigt, dass der anstehende Boden so schlecht war, dass auch die niedrigen Standfestigkeitsanforderungen für einen Radweg nicht erfüllt wurden“, teilt eine Sprecherin des Landratsamts auf Anfrage mit.

Es wurde daher eine „großflächige Bodenverbesserung durchgeführt“. Aufgrund der Feiertage haben diese zusätzlichen Arbeiten etwa zwei Wochen gedauert. Der Weg ist immer noch nicht freigegeben, soll aber nun in der ersten Juli-Woche fertiggestellt werden.

Der Weg verläuft direkt neben der Kreisstraße, die Metterzimmern und Kleinsachsenheim verbindet. Foto: Werner Kuhnle

Die zusätzlichen Kosten von 25 000 Euro bleiben beim Staat. „Das Baugrundrisiko liegt immer beim Auftraggeber“, teilt das Landratsamt dazu mit. Schon in der Ausschreibung waren auch schon Bodenverbesserungen vorgesehen, allerdings in geringerem Umfang. Wie die Behörde weiter erklärt habe es zwar zuvor Untersuchungen des Bodens gegeben, aber „erst wenn der Oberboden und der Boden über dem späteren Erdplanum abgetragen ist, sieht man, welche Stellen schlecht sein könnten.“

Für Fußgänger und Radfahrer, bleibt zu hoffen, dass der nun nachgebesserte Zeitplan eingehalten werden kann. Die Kosten von nun insgesamt 425 000 Euro teilen sich der Landkreis (25 Prozent) und das Land (75 Prozent).