Radverkehr in Stuttgart Pandemie bremste Unfallgeschehen zeitweise aus

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Stadtverwaltung und Polizei präsentieren in einem Sonderbericht Zahlen zu in Stuttgart verunglückten Fahrradfahrern.

Im Juni wurde ein Fahrradfahrer auf der Neuen Weinsteige von einem Tiguan erfasst und schwer  verletzt. Der Unfallverursacher floh, wurde aber später ermittelt. Foto: privat
Im Juni wurde ein Fahrradfahrer auf der Neuen Weinsteige von einem Tiguan erfasst und schwer verletzt. Der Unfallverursacher floh, wurde aber später ermittelt. Foto: privat

S-Mitte - Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Verkehrsbehörde und die Polizei beauftragt, alle Unfälle mit Radfahrern der Jahre 2017 bis 2019 und im erste Halbjahr 2020 zu untersuchen. Der Sonderbericht wurde nun vorgestellt. Für die Jahre 2019 und das erste Halbjahr 2020 wurden dabei Ort, Hergang und Ursachen überprüft. Seit 2017 ist die Zahl der gemeldeten Unfälle mit Radfahrern dem Bericht zufolge von 503 auf 621 im Jahr 2018 und 568 im Jahr 2019 gestiegen. Im ersten Halbjahr 2020 wurden bei steigendem Radverkehr insgesamt 310 Unfälle registriert.

Im ersten Halbjahr 2020 gab es einen Toten zu beklagen

Polizei und Verwaltung erklären sich die Zahlen für das erste Halbjahr diesen Jahres mit einem geringeren Autoverkehr auf den Straßen in der Folge der Corona-Pandemie und den Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Frühjahr. Unter Berücksichtigung aller Beteiligten waren im Jahr 2019 bei Radunfällen keine Toten, 87 Schwerverletzte und 425 Leichtverletzte zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2020 gab es laut dem Bericht einen Toten, 47 Schwerverletzte und 238 Leichtverletzte zu beklagen.

Im dritten Quartal 2020 seien 228 weitere Unfälle mit Radfahrern registriert worden. Die Summe im Jahr 2020 stieg laut dem Bericht auf 538 Unfälle. „Mit zwei getöteten Radfahrern in einem Jahr ist ein trauriger Rekord zu verzeichnen“, heißt es. Auch im ersten Halbjahr des Jahres 2020 beherrschten trotz der positiven Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Verkehrsgeschehen laut dem Bericht Unfälle zwischen Autofahrern und Radfahrern das Unfallgeschehen.

Stadt und Polizei fordern mehr Rücksicht ein

Die Stadtverwaltung und die Polizei planen nun eine verstärkte Präventionsarbeit vor Ort. So sollen alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Rücksicht und zur Einhaltung der Verkehrsregeln aufgefordert werden. „Im Sinne der Prävention wird auch vermehrt auf die Verdeutlichung von Gefahrenstellen oder die Freihaltung von Sichtbeziehungen wert gelegt“, heißt es in dem Sonderbericht..




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