Radverkehrspolitik in Filderstadt OB will Flughafentunnel für Radler attraktiver machen

Nicht immer ist Radfahren auf der Filderebene so attraktiv. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Nicht immer ist Radfahren auf der Filderebene so attraktiv. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Der Filderstädter Oberbürgermeister Christoph Traub unterbreitet dem Stuttgarter Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer in einem Brief einen Vorschlag.

Filderzeitung: Alexandra Kratz (atz)
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Filderstadt - Der Flughafentunnel ist für Radfahrende ein schwieriges Pflaster. In seiner derzeitigen baulichen Gestaltung sei er alles andere als eine angemessene und zeitgemäße Verbindung zwischen Filderstadt und dem Süden der Landeshauptstadt. Das schreibt der Filderstädter Oberbürgermeister Christoph Traub in einem Brief an den Stuttgarter Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer. Die augenblicklichen verkehrsrechtlichen Anordnungen würden buchstäblich verhindern, dass Berufspendler auf dieser Strecke das Fahrrad nehmen. Das erlaubte Befahren des Gehwegs sei wegen dessen Breite völlig unattraktiv, schreibt Traub.

Die Hoffnung, dass der Flughafen Stuttgart als Straßenbaulastträger des Tunnels oder die Bundesrepublik als Baulastträger der Fahrbahn kurzfristig Abhilfe schaffen, sei unbegründet, so der OB weiter in seinem Brief. Darum erlaube er sich, einen eigenen Vorschlag zu machen. Dieser sei mit dem Radbeauftragten seiner Stadt und dem ADFC abgestimmt.

Einschränkungen für Autofahrer

Traub plädiert dafür, die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Flughafentunnel und auf den Zufahrten auf 30 Kilometer in der Stunde zu begrenzen. Weiter sollen im gesamten Tunnel bauliche Barrieren wie zum Beispiel Poller das Überfahren des Mittelstreifens verhindern. Unter diesen Umständen könnte das für den Tunnel geltende Durchfahrtsverbot für Radler aufgehoben werden. Vergleichbare Regelungen gebe es nach Auskunft des ADFC auch in anderen Bundesländern, schreibt Traub. Dort sei sogar ein Verkehrsschild entwickelt worden, das auf Radfahrende im Tunnel hinweise. Traub bittet „um Prüfung und Würdigung dieses Vorschlags“. Gegebenenfalls würden sich die aufgrund der Pandemie abgeschwächte Verkehrslage und die Sommerferienzeit gleich für einen Testlauf nutzen lassen, schreibt der OB.




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