Vorfall im Ruhrgebiet Einsturz eines Windrads wirft viele Fragen auf

Beim Einsturz war das Windrad laut Betreiber am Netz. Foto: dpa/Guido Bludau 5 Bilder
Beim Einsturz war das Windrad laut Betreiber am Netz. Foto: dpa/Guido Bludau

Ein Windrad sackt in sich zusammen und Teile der Flügel krachen in einen Wald. Der Fall gibt Rätsel auf: Sehr windig war es nicht. Und die Polizei geht auch nicht von einer Straftat aus.

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Haltern am See - Nach dem Einsturz eines fast 240 Meter hohen Windrads in einem Wald im Ruhrgebiet ist die Ursache weiter unklar. Man mache sich zunächst ein genaues Bild vor Ort und berate dann weitere Schritte, sagte ein Sprecher des Windkraftbetreibers, der Stadtwerke Haltern, am Donnerstagmorgen an der Einsturzstelle in Haltern am See. Die Polizei geht nicht von einer Straftat aus.

Die rund zwei Millionen teure Anlage war erst vor einem halben Jahr in Betrieb genommen worden, wegen der Corona-Pandemie verzögerte sich die offizielle Einweihung - sie sollte an diesem Donnerstag gefeiert werden. Das Windrad hatte eine Nabenhöhe von 164 Metern, die Rotorblätter erreichten eine Höhe von bis zu 239 Metern.

Feuerwehr suchte den Wald mit Wärmebildkamera ab

Recht weit unten brach das Windrad ab - nur etwa 20 Meter über dem Boden. Der Turm sackte in sich zusammen und Teile der Flügel krachten in den umliegenden Wald. Beim Einsturz war das Windrad laut Betreiber am Netz. Sehr windig war es der Feuerwehr zufolge nicht.

Man habe es zunächst nicht glauben können, sagte Georg Rohlf von der Freiwilligen Feuerwehr Haltern am See am Mittwochabend der dpa. „Aber als wir hier eingetroffen waren, sah die Lage aus, wie sie jetzt ist: Dieses Windrad ist wirklich so eingestürzt.“ Ein Augenzeuge habe eine Kollision mit einem Luftfahrzeug ausschließen können. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr suchte den Wald mit Wärmebildkamera ab, auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Sie fanden niemanden.




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