RAF Camora in Stuttgart „Palmen aus Plastik“: Rap-Party im Zeichen des Raben

Von Christof Hammer 

Der Rapper RAF Camora hat im Stuttgarter Wizemann eine muntere, musikalisch allerdings etwas eindimensionale Party gefeiert.

Lässt sich gerne in imposanter Kulisse fotografieren: der Rapper RAF Camora Foto: Veranstalter
Lässt sich gerne in imposanter Kulisse fotografieren: der Rapper RAF Camora Foto: Veranstalter

Stuttgart - Mit einem Raben als Markenzeichen schwimmt der österreichische Rapper RAF Camora seit ungefähr fünf Jahren auf der Erfolgswelle – auch bei seinem Konzert in Stuttgart zog er rund 1300 Fans ins ausverkaufte Wizemann. Zu sehen und zu hören: eine muntere Sause, die technoide Dancehall-Sounds mit Elementen des Deutsch-Rap zusammenführte und mächtig in die Beine ging – kaum ein Fuß, der bei Hits wie „Palmen aus Plastik” oder „Vienna“ nicht wippte, kaum eine Hand, die nicht im Takt wedelte.

Abwechslungsreichtum war allerdings nicht die Stärke dieser eher knapp bemessenen Show, die ihr Soundkonzept im Verlauf des achtzigminütigen Abends nur selten variierte. Von einem Künstler, der sechs Alben am Markt hat, eines davon ein Gratis-Digitalalbum für die Fans („Anthrazit RR“), hätte man doch gerne ein wenig mehr gehört.