Ramsauer kritisiert Geißler "Genug geschlichtet"

Unter die Erde damit und fertig: Bundesverkehrsminister Ramsauer verliert in Sachen Stuttgart 21 langsam die Geduld. Grafik: dpa
Unter die Erde damit und fertig: Bundesverkehrsminister Ramsauer verliert in Sachen Stuttgart 21 langsam die Geduld. Grafik: dpa

Verkehrsminister Ramsauer hat genug von der Debatte um Stuttgart 21. Der Bahnhof werde unter die Erde gelegt und Basta.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Im Streit um das Bahnprojekt Stuttgart 21 hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) den Kompromissvorschlag von Schlichter Heiner Geißler erneut abgelehnt. Zugleich forderte er ein Ende der Debatte. Der Bahnhof werde unter die Erde verlegt, sagte Ramsauer dem Nachrichtenmagazin "Spiegel", das am Montag erscheint.

"Jetzt ist genug geschlichtet. Die zweite Nachspielzeit ist abgelaufen, das Spiel entschieden, da können Herr Geißler und die Gegner des Bahnhofs nicht noch einmal die Regeln ändern." Der Geißler-Vorschlag eines kombinierten Tief- und Kopfbahnhofs sei "uralt und längst verworfen".

Ramsauer kritisiert Goebbels-Zitat

Ramsauer kritisierte, dass Geißler das Goebbels-Zitat vom "totalen Krieg" gebrauchte, um die Situation in Stuttgart zu beschreiben. "Mich hat's schon gerissen, als ich das gehört habe." Zwar müsse man Respekt vor der Leistung des 81-jährigen bei der Schlichtung haben. "Durch die Wortwahl und den späten Vorschlag, der von allen zerrupft wurde, hat Heiner Geißler es leider fertig gebracht, seine gute Leistung wieder einzureißen. Das hat er nicht verdient, er hat es aber selbst verursacht."

 

Unsere Empfehlung für Sie