Rasermord-Prozess Ludwigsburg Verdacht der Falschaussage – Zeuge im Gerichtssaal verhaftet

Der Zeuge wollte vor Gericht nichts mehr von seiner früheren Aussage wissen. Foto: Kovalenko/Lichtgut

Im Mordprozess um den Rasertod hat die Staatsanwaltschaft einen Zeugen wegen des Verdachts der Falschaussage festnehmen lassen. Er war nicht der erste Zeuge mit Erinnerungslücken.

In dem Mordprozess um einen Raserunfall in Ludwigsburg hat der Staatsanwalt am heutigen Freitag einen 36-jährigen Zeugen noch im Gerichtssaal wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage und der Strafvereitelung festnehmen lassen.

 

Der Mann hatte bei der Polizei ausgesagt, er habe dem Hauptangeklagten mehrfach gesagt, er solle nicht so rasen, vor allem nicht in der Schwieberdinger Straße. Vor Gericht wollte er davon aber nichts mehr wissen und betonte – trotz mehrfacher Ermahnung durch die Richter – wiederholt, dass er jetzt die Wahrheit sage und auch nicht bedroht oder erpresst worden sei.

Richter musste bereits verwarnen

Bereits an anderen Prozesstagen sind immer wieder Zeugen aus dem Kreise der Angeklagten aufgefallen, die sich vor Gericht nicht mehr an ihre Aussagen bei der Polizei oder an Chatnachrichten erinnern wollten und widersprüchliche Aussagen machten. Der vorsitzende Richter musste Zeugen daran erinnern, dass sie vor Gericht die Wahrheit sagen müssen – andernfalls würden sie sich strafbar machen.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Ludwigsburg Mordprozess Raser zeuge