Rassismus auf Twitter Wie Justine Sacco ihr Leben versaute

Von the 

"Ich fliege nach Afrika. Hoffe, ich bekomme kein Aids. Nur Spaß. Ich bin weiß!" Dieser Tweet - so dumm wie rassistisch - verändert das Leben von Justine Sacco. Sie wird zur meistgehassten Frau des Webs - und ist ihren Job los.

Dieser Tweet von Justine Sacco ändert das Leben der PR-Frau wohl für immer. Foto: Screenshot/Twitter
Dieser Tweet von Justine Sacco ändert das Leben der PR-Frau wohl für immer. Foto: Screenshot/Twitter

"Ich fliege nach Afrika. Hoffe, ich bekomme kein Aids. Nur Spaß. Ich bin weiß!" Dieser Tweet - so dumm wie rassistisch - verändert das Leben von Justine Sacco. Sie wird zur meistgehassten Frau des Webs - und ist ihren Job los.

Stuttgart - Mit nur einem Tweet zur meistgehassten Person im Netz zu werden - Justine Sacco hat das geschafft. Kurz vor ihrem Abflug nach Südafrika twittert die PR-Frau eine Nachricht, die ebenso dumm wie rassistisch ist: "Ich fliege nach Afrika. Hoffe, ich bekomme kein Aids. Nur Spaß. Ich bin weiß!"

Dann stellt sie ihr Handy ab - und hat keine Ahnung davon, dass sich in ein paar Stunden ihr Leben komplett ändern wird. Tausendfach wird ihre Nachricht retweeted, unter dem Hashtag #HasJustineLandedYet bricht ein Shitstorm ungeahnten Ausmaßes über die junge Frau herein. Als Sacco in Südafrika landet, ist sie sogar ihren Job los - ihr Arbeitgeber fand den menschenverachtenden Tweet nämlich gar nicht lustig.

Ein Gutes hat die ganze Geschichte aber jetzt schon: Jemand erwarb die Seite JustineSacco.com und leitete sie um - auf "Aid for Africa", die Seite einer Hilfsorganisation, die Spenden für die humanitäre Projekte in Afrika sammelt.