Rassismus-Vorwürfe in Ludwigsburg Kommentar Pro: „Einwandfrei“

Von Julian Illi und  

Dass Politiker genug von ihrer Partei haben, ist nicht zu beanstanden.

Von Tim Höhn

Demokratie - An sich ist es nichts Ungewöhnliches, dass Stadträte oder Parlamentarier aus ihrer Partei austreten, manchmal sogar in eine andere Partei wechseln. Eher selten ist da schon, dass eine Partei alle ihre Stadträte verliert – weshalb die Forderung des Linken-Landesverbands, Oliver Kube und Claudia Dziubas sollten ihr Mandat niederlegen, nachvollziehbar ist. Zumindest aus Perspektive der Linkspartei.

Tatsächlich aber gibt es dafür keinerlei Gründe. Eine Kommunalwahl ist in erster Linie eine Persönlichkeitswahl, das heißt: Es werden Köpfe, nicht Parteien gewählt. Wenn diese Köpfe nun ihren eigenen Kopf haben und nicht mehr bei der Linken mitmachen wollen, ist das für die Partei ärgerlich, aber rechtlich und moralisch einwandfrei. Völlig zu Recht kritisieren Wähler, wenn Politiker mehr der Parteiräson als ihrer Überzeugung folgen. Kube und Dziubas folgen ihrer Überzeugung, und ganz gleich ob man diese nun teilt oder nicht: dabei handelt es sich um einen höchst demokratischen Vorgang.

 




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