Rathausuhr in Stuttgart Ticken in Stuttgart die Uhren anders?

Der Rathausturm mit Uhr, vom Innenhof aus gesehen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Der Rathausturm mit Uhr, vom Innenhof aus gesehen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Ticken in Stuttgart die Uhren anders? Die am Rathausturm zumindest schon. Die Stadt weiß um den Fehler. Ihn zu beheben, ist aber gar nicht so einfach.

Lokales: Tom Hörner (hör)
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Stuttgart - Wer in diesen Tagen im Innenhof des Stuttgarter Rathauses steht und seinen Blick nach oben richtet, der kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier die Uhren anders ticken. Die große Uhr auf der Rückseite des Rathausturms zeigt die falsche Zeit an. Sie scheint zwei Stunden vorzugehen. Menschen, die die Politik im Rathaus kritisch beäugen, meinen, das könne nicht sein: Wenn schon, dann gingen die Uhren hier keine zwei Stunden vor, sondern eher zehn Stunden nach. Mindestens.

Es schlägt die Stunde der Im-Nebel-Stocherer

So ist das eben, wenn die Pressestelle im Rathaus auf die Schnelle keine Antwort parat hat. Dann schlägt die Stunde der Im-Nebel-Stocherer. Noch so ne Idee: Womöglich ist man im Rathaus der Zeit ganz weit voraus und hat, zwei Wochen vor der offiziellen Umstellung in der Nacht vom 31. Oktober, eine der Turmuhren bereits jetzt auf Winterzeit justiert. Leuchtet auch nicht ein, denn da wird die Uhr nicht um zwei Stunden vor, sondern um eine Stunde zurückgedreht.

An den Turmuhren nagt der Zahn der Zeit

Dann, Freitagnachmittag, Punkt 14.30 Uhr, Anruf von Stadtsprecher Sven Matis, der sich für das eine oder andere nun folgende „uhrkomische“ Wortspiel entschuldigt, aber es sei eben so, dass auch an den Rathausuhren der „Zahn der Zeit“ nage, zumal sie Wind und Wetter ausgesetzt wären. Eine „Uhrabstimmung“ im Haus habe ergeben, dass ein Zeiger der rückwärtigen Turmuhr verbogen sei, weshalb der Eindruck entstehe, dass sie zwei Stunden vorgehe.

Nicht nur ein neuer Zeiger muss her

Das Problem sei also erkannt, so Matis weiter, „der anstehende Eingriff aber kein leichter“. Schon deshalb nicht, weil nicht nur von einer Spezialfirma ein neuer Zeiger gefertigt, sondern auch eine „Befahranlage“ am Turm installiert werden müsse.

Die Turmuhr als Standuhr

Vor gut fünf Jahren stand die dem Marktplatz zugewandte große Rathausuhr übrigens komplett still. Der Vorteil: In dem Fall hat sie wenigstens zweimal am Tag die korrekte Zeit angezeigt. Die Instandsetzungsarbeiten haben auch damals einige Zeit gebraucht.




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