OB Roland Klenk hat am Dienstag SozialbürgermeisterCarl-Gustav Kalbfell ins Amt eingeführt. Nach dreimonatiger Vakanz ist die Führungsriege im Rathaus von L.-E. damit wieder komplett.

Filder-Zeitung: Norbert J. Leven (njl)

Leinfelden-Echterdingen - Zum Amtsantritt hat der Gemeinderat von Leinfelden-Echterdingen seinem neuen, unter anderem für die Themen Soziales, Schulen, Vereine und öffentliche Ordnung zuständigen Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell ganz unbürokratisch eine Extrawurst gebraten und den üblichen Sitzungsbeginn von 18 Uhr um eine Stunde nach hinten geschoben. Damit haben die Kommunalpolitiker von den Fildern es dem Gemeinderat in Reutlingen ermöglicht, ihren FDP-Stadtrat noch aus seinem Ehrenamt zu entlassen.

Das hat reibungslos funktioniert. Im Bürgersaal der Zehntscheuer in Echterdingen leistete der Neue am Dienstagabend vor der Vollversammlung und einer gut besuchten Zuschauerreihe pünktlich seinen Amtseid, den er mit der Formulierung „So wahr mir Gott helfe“ abschloss. Die Amtszeit des neuen Beigeordneten, dem das Dezernat 2 unterstellt ist, beginnt am Donnerstag, 1. Oktober. Der Gemeinderat hatte den 38-jährigen am 19. Mai mit 15 von 27 Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.

OB und Räte verteilen Antrittsgeschenke

Zum Amtsantritt überreichte OB Roland Klenk dem neuen Bürgermeister, der bisher als Regierungsdirektor im baden-württembergischen Sozialministerium stellvertretender Leiter des Referats Politik für Menschen mit Behinderung war, ein „kleines Willkommenspräsent mit regionalen Spezialitäten, die Sie demnächst beim Krautfest in rauen Mengen vertilgen können“. Kalbfells Lebensgefährtin Camila Romanato hieß der Rathauschef mit einem kleinen Blumengebinde willkommen und deutete an, was der Wechsel von der „sauerstoffarmen Höhenluft eines Ministeriums in die vitaminreichen Gefilde der Kommunalpolitik“ auch mit sich bringen werde: wenig Präsenz in der eigenen Wohnung.

Zwei Geschenke zum Dienstantritt kamen aus der Mitte des Gremiums. Der Vorsitzende der LE-Bürger/FDP-Fraktion, Wolfgang Haug, überreichte einen druckfrischen Bildkalender mit Motiven aus der Stadt. Ingrid Grischt­­schenko, Chefin der Grünen-Fraktion, die Kalbfell nicht gewählt hatte, übergab dem Bürgermeister eine grüne(!) Gießkanne: auf dass das Pflänzchen der Zusammenarbeit nun auch mit den Grünen gedeihe.

„Ich freue mich, dass es nun losgehen kann“, sagte Kalbfell nach seiner Ernennung. Er sei bereits nach Echterdingen umgezogen und sehe „anspruchsvolle Monate“ auf sich zukommen.

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