Rathausgarage Stuttgart Die Stimme des OB entscheidet

Von bra 

Nach langem Ringen um die Rathausgarage soll das Areal an der Eichstraße von 2015 an neu gestaltet werden. Das hat der Gemeinderat mit hauchdünner Mehrheit so beschlossen. Die entscheidende Stimme war die von OB Fritz Kuhn.

Die alte Rathausgarage soll abgerissen werden. Foto: Achim Zweygarth
Die alte Rathausgarage soll abgerissen werden. Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Mit nur einer Stimme Mehrheit hat der Gemeinderat das wohl größte städtische Einzelbauprojekt der kommenden Jahre, den Neubau der Rathausgarage, auf den Weg gebracht. Für die Umgestaltung des „Rathaus-Hinterhofes“ sind bis zum Jahr 2018 knapp 40 Millionen Euro veranschlagt, im Doppelhaushalt sind für 2014 rund 2,2 Millionen und für 2015 gut sieben Millionen Euro eingestellt.

Über der geplanten zweigeschossigen Tiefgarage auf dem Areal an der Eichstraße soll nach den Plänen ein viergeschossiges Verwaltungsgebäude entstehen, in dem unter anderem die Mitarbeiter der Stadtkämmerei ihre neue Bleibe finden. Im vierten Obergeschoss soll eine dreigruppige Betriebskindertagesstätte untergebracht werden. Das bisherige Domizil der Stadtkämmerei an der Schmalen Straße soll zur Hälfte in Wohnungen umgewandelt werden. Dies hatte letztlich auch die Mehrheit der Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke bewogen, dem Neubau zuzustimmen. SÖS-Stadträtin Maria-Lina Kotelmann enthielt sich allerdings, sodass schließlich die Stimme von OB Fritz Kuhn den Ausschlag gab.

Die bürgerlichen Fraktionen votierten erwartungsgemäß gegen das Projekt. Ihr Hauptargument: statt derzeit etwa 290 Parkplätze werden in den unterirdischen Parkdecks nur noch 124 Stellplätze zur Verfügung stehen. Für die Besucher der Innenstadt und für jene, die an Veranstaltungen im Rathaus teilnehmen wollten, sei dies unzumutbar. CDU, Freie Wähler und FDP hätten das Geld für den Neubau lieber zur Finanzierung anderer Projekte im Haushalt herangezogen. Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) hatte sich dagegen für den Neubau ausgesprochen. Der Baubeginn ist nun für das Jahr 2015 avisiert.

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