Beim Rathaussturm in Ehningen waren wie gewohnt die zahlreichen örtlichen Narrengruppen beteiligt. Die Edafetzer ließen es mächtig krachen.

Um 16.01 Uhr beginnt die Sause in Ehningen. Noch immer ist das Wetter mies, doch die Narrengruppen wollen sich die Stimmung nicht verderben lassen. Die Edafetzer spielen mit ihrer Guggenmusik das Publikum warm. Immerhin rund 150 Schaulustige sind gekommen, um den Rathaussturm mitzuerleben.

 

Die Würmdal-Deifel, die Ehninger Hexen, der Karnevalverein und die Narrenzunft mit den Ketterles Hexen und Dämonen bringen sich in Stellung. Bürgermeister Lukas Rosengrün hat keine Chance und wird unter Gebrüll vor das Rathaus geführt. Der Schultes trägt ein wildes Gewand, zu dem jede Ehninger Fasnetsgruppe ihren Teil beigetragen hat.

Bund und gut drauf beim Rathaussturm in Ehningen. Foto: Stefanie Schlecht

Auch Bürgerentscheid ein Thema beim Rathaussturm in Ehningen

Auf der Bühne muss sich Rosengrün von Joachim „Jo“ Bühler, dem Vorsitzenden des Karnevalvereins, einiges anhören. Um den möglichen Abriss des Meissnerhauses in der Königstraße gibt es in der Gemeinde Streit.

Da stehen die Narren nicht hinten an. Sie hätten auch gerne eine Etage, fordert Bühler, und der Bürgermeister soll sich dafür einsetzen. Rosengrün wiederum ruft das Fasnetsvolk auf, beim Bürgerentscheid am 8. März über die Zukunft des Hauses selbst mitzubestimmen.

In einigen Wettbewerben muss sich Lukas Rosengrün beweisen – wegen des schlechten Wetters fällt die Sause aber dieses Jahr recht kurz aus. Eins ist aber klar: Die Narren, Hexen und Teufel haben die Macht in Ehningen übernommen.