Razzia gegen Kinderpornografie Sieben Durchsuchungen auch im Südwesten

Am Dienstag hat die Polizei eine bundesweite Razzia gegen Kinderpornografie durchgeführt. Foto: dpa/Alex Talash
Am Dienstag hat die Polizei eine bundesweite Razzia gegen Kinderpornografie durchgeführt. Foto: dpa/Alex Talash

Die Polizei hat am Dienstag eine bundesweite Razzia gegen Kinderpornografie durchgeführt. Auch in Baden-Württemberg wurden sieben Objekte durchsucht.

Köln/Stuttgart - Bei einer bundesweiten Razzia gegen Kinderpornografie hat die Polizei sieben Objekte in Baden-Württemberg durchsucht. Rund 40 Einsatzkräfte seien daran beteiligt gewesen, teilte ein Sprecher des Innenministeriums unter Berufung auf die federführende Kölner Polizei mit. Die Aktion in zehn Bundesländern richtete sich gegen 65 Tatverdächtige - darunter zwei Frauen. Wie viele davon aus dem Südwesten stammen, blieb zunächst unklar.

Die Verfahren haben sich den Angaben zufolge aus den Ermittlungen rund um den Kindesmissbrauchskomplex Bergisch Gladbach ergeben. Den Verdächtigen werden Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte vorgeworfen. Es gebe keine Hinweise, dass aktive Missbrauchtäter unter ihnen seien, es habe keine Haftbefehle gegeben.

Thomas Strobl sichert Unterstützung zu

Innenminister Thomas Strobl sicherte den Ermittlern am Dienstag die Unterstützung der baden-württembergischen Behörden zu. „Einem Kind Gewalt oder gar sexuelle Gewalt anzutun, ist mit das abscheulichste und widerwärtigste, das man sich vorstellen kann“, sagte der CDU-Politiker einer Mitteilung zufolge. „Wir müssen alles daran setzen, diejenigen, die mit sexueller Gewalt diese Schutz- und Arglosigkeit ausnutzen, aus der Anonymität des Internet in den Fokus der Ermittlungsbehörden zu holen.“

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