Razzia in Bangkok Polizei nimmt Leihmütter-Babys in Obhut

Von SIR/dpa 

Thailand reagiert auf die Affäre rund um das Leihmutter-Baby Gammy: In Bangkok werden bei einer Razzia neun von Leihmüttern geborene Kinder durch die Polizei abgeholt.

Der kleine Gammy mit seiner Leihmutter Foto: dpa
Der kleine Gammy mit seiner Leihmutter Foto: dpa

Thailand reagiert auf die Affäre rund um das Leihmutter-Baby Gammy: In Bangkok werden bei einer Razzia neun von Leihmüttern geborene Kinder durch die Polizei abgeholt.

Bangkok - Die Polizei hat in Thailand nach Angaben eines Informanten neun Babys in Obhut genommen, die offenbar von Leihmüttern geboren wurden und demnächst an ihre Eltern übergeben werden sollten. Die Beamten hätten einen Tipp erhalten, berichtete der Informant am Dienstag.

Die Polizei bestätigte lediglich, dass es im Zusammenhang mit der jüngsten Kontroverse um Leihmutterschaften „eine Razzia“ gegeben hat. Eine thailändische Leihmutter hat einem australischen Paar vorgeworfen, ein Baby mit Down Syndrom im Stich gelassen und nur dessen gesunde Zwillingsschwester mitgenommen zu haben. Die Eltern bestreiten das. Sie hätten nichts von der Behinderung gewusst und gesagt bekommen, Gammy habe nur wenige Tage zu leben.

Den Informationen zufolge wurden die Babys im Alter zwischen ein paar Tagen und acht Monaten jeweils von einem eigenen Kindermädchen betreut. Nach Angaben der Betreuerinnen waren DNA-Tests im Gange, um die Elternschaft nachzuweisen. Die Kinder sollten dann von ihren biologischen Eltern abgeholt werden. Die Polizei habe die Babys Sozialdiensten übergeben.