Reaktionen auf Christian Streichs Brandrede „Der Mann hat Haltung und vertritt sie“

Freiburg-Trainer Christian Streich kritisiert, dass Leverkusen-Trainer Roger Schmidt nach den Beleidigungen „wie eine Sau durchs Dorf getrieben“ werde. Foto: Getty
Freiburg-Trainer Christian Streich kritisiert, dass Leverkusen-Trainer Roger Schmidt nach den Beleidigungen „wie eine Sau durchs Dorf getrieben“ werde. Foto: Getty

Freiburg-Trainer Christian Streich verteidigt vehement seinen Kollegen Schmidt aus Leverkusen, der den Hoffenheim-Trainer Nagelsmann verbal anging. Auch Manuel Neuer und Nico Kovac verstehen die Aufregung nicht. Die Fans im Netz sind gespalten.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Freiburg - Roger Schmidt wird sich in den kommenden Tagen noch viel anhören müssen, schließlich diskutiert derzeit Fußballdeutschland über seine Beleidigungen gegenüber Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann. Nicht viel weniger wird man über Christian Streichs Brandrede sprechen, welche er am Montag auf der Pressekonferenz vor dem DFB Pokal-Spiel gegen Sandhausen hielt. Dort hatte sich der Freiburg-Trainer stark für Schmidt gemacht und zusätzlich die Journalisten attackiert, die Trainer durch Richtmikrofone vorführen und überwachen würden.

Die Fans und Sportbegeisterten sind zwiegespalten: Gehören harmlosere Beleidigungen und Vulgärsprache nicht ohnehin zum rudimentären Ballsport oder tragen Trainer und Sportler gerade auf Grund ihrer Popularität eine Verantwortung, die solche Entgleisungen verbietet?

Neuer und Kovac wollen beruhigen

Neben Streich unterstützte auch Eintracht-Frankfurt-Trainer Nico Kovac den Kollegen von Bayer Leverkusen: „Wir Trainer haben zwar Vorbildfunktion, aber im Eifer des Gefechts rutscht schon mal was raus. Wir sind ja keine Maschinen und wollen, dass unsere Mannschaften gewinnen.“

Auch National-Torhüter Manuel Neuer rief zur Nachsicht auf: „Man denkt in so einer Situation nicht daran, dass da ein Mikrofon steht und das dann gleich alles in die Öffentlichkeit getragen wird. Da hat man es als Spieler auf dem Platz einfacher. Im ausländischen Fußball sind solche Worte normaler. Dafür sind wir auch ein bisschen deutsch.“

Dass die emotionale Ansprache von Streich und die Auswirkungen von Schmidts Beleidigungen polarisieren, zeigen die Tweets der User:

Wieder andere sehen den Druck, unter dem Trainer stehen, nicht als legitime Begründung für Beleidigungen:

Andere wiederum sind mit der Strafe von zwei gesperrten Spielen überhaupt nicht einverstanden:




Unsere Empfehlung für Sie