Rechberghausen Feuchtfröhlicher Start in die Sommerferien

Eine Gaudi für alle: die Kandidaten  auf der Jagd nach Gummi-Enten Foto: Horst Rudel
Eine Gaudi für alle: die Kandidaten auf der Jagd nach Gummi-Enten Foto: Horst Rudel

Das Familienfest im Landschaftspark in Rechberghausen besticht mit musikalischen Mülltonnen und jeder Menge Quietsche-Enten.

Regionales: Karen Schnebeck (ks)
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Rechberghausen - Alphornbläser sind heutzutage sicher nicht mehr Jedermanns Sache. Im Landschaftspark in der Ortsmitte von Rechberghausen waren sie am Sonntag dennoch höchst willkommen, vor allem bei den Kindern. Denn diese durften – nach dem Konzert der Musiker – sich auch selbst an den mächtigen Instrumenten versuchen. Im Dutzend standen vor allem kleine Mädchen Schlange, pusteten und prusteten, um den langen Hörnern ein paar klägliche Töne zu entlocken. „Gleich platzt der Kopf“, witzelten die Erwachsenen und hatten fast noch mehr Spaß als die Nachwuchsbläser.

Fest besticht mit ungewöhnlichen Programmpunkten

Überhaupt besticht das Familienfest, mit dem die Gemeinde ihr Sommer-Kultur-Programm einleitet, vor allem durch die kleinen, ungewöhnlichen Programmpunkte, etwa das Entenrennen des Lions Club auf dem Bächle am Rand des Parks oder die Fahrten mit Quad Bikes. Oder der Auftritt der Blechphoniker: Die vor zwei Jahren gegründete Gruppe des Fanfarenzugs und der Furchenrutscher funktionierte Alltagsgegenstände wie Mülltonnen, Plastikeimer, Besen und knallrote Werkzeugkisten zu Instrumenten um. Zu acht trommelten und schepperten die Musiker so mitreißend im Landschaftspark, wie es sonst eigentlich nur die Guggen im Ort tun. Aber in Rechberghausen ist eben das ganze Jahr ein kleines bisschen Fasching.

Bauamtsleiterin ist am Ende „mausheh“

Das zeigte sich auch beim Höhepunkt des Familienfests, dem Nabada der Narrenzunft Furchenrutscher im Sommernachtssee auf dem Festgelände. In diesem Jahr traten die Bauhofleiterin Inga Weiler, der evangelische Pfarrer Markus Herb und der Gemeinderat Gert Funk (Unabhängige Bürger) gegeneinander an. In rot-weiß-gestreiften Ganzkörper-Badeanzügen, jeder mit einem kleinen Schlauchboot ausgestattet, mussten sie auf dem See verschiedene Aufgaben bewältigen, etwa Gummi-Enten jagen. Gepaddelt wurde auf dem Bauch liegend mit den Händen. Die Kandidaten waren nach dem ein oder anderen unfreiwilligen Bad am Ende nicht nur klatschnass, sondern auch „mausheh“, also kaputt wie eine Maus, wie die Bauamtsleiterin Inga Weiler gestand.

Trotzdem hat Weiler den Wettbewerb haushoch für sich entschieden – allerdings mag das auch daran liegen, dass die Furchenrutscher es mit ihren eigenen Regeln nicht so genau nahmen und Weiler bei ihnen offensichtlich ein Stein im Brett hat. So flog die ein oder andere Gummi-Ente, mit Hilfe der Furchenrutscher, ganz unauffällig freiwillig in Weilers Schlauchboot – zum Vergnügen der Zuschauer.




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