Rechte Terrorzelle „Gruppe S.“ Elf Männer als mutmaßliche Mitglieder in Stuttgart vor Gericht

Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart müssen sich mutmaßliche Mitglieder einer rechten Terrorzelle verantworten. (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart müssen sich mutmaßliche Mitglieder einer rechten Terrorzelle verantworten. (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Am Oberlandesgericht Stuttgart müssen sich elf Männer verantworten, denen die Staatsanwaltschaft vorwirft, einer rechtsextremen Terrorzelle anzugehören. Sie sollen Angriffe auf Moscheen geplant haben.

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Karlsruhe - Die im Februar aufgeflogene rechtsextreme Terrorzelle „Gruppe S.“, bei der auch ein Mann aus dem Raum Augsburg als Rädelsführer gilt, war größer und fester organisiert als ursprünglich gedacht. Die Bundesanwaltschaft, die nun Anklage erhoben hat, wirft inzwischen elf Männern die Mitgliedschaft vor und führt nur noch einen Angeklagten als Helfer, wie die Karlsruher Behörde am Freitag mitteilte. Bei den Festnahmen bei bundesweiten Razzien am 14. Februar hatten die Ermittler noch fünf Männer zum Kern der Gruppe gezählt und acht nur finanzielle Unterstützung vorgeworfen.

Die Gruppe soll Angriffe auf Moscheen mit möglichst vielen Toten und Verletzten erwogen haben, um bürgerkriegsähnliche Zustände auszulösen. Zwei der Männer, Werner S. (54) aus dem Raum Augsburg und Tony E. (40) aus dem niedersächsischen Landkreis Uelzen, sind als Rädelsführer angeklagt. Sie und sechs weitere Angeklagte sollen bei einem Gründungstreffen auf einem Grillplatz in Alfdorf in Baden-Württemberg im September 2019 dabei gewesen sein.

Der Prozess soll am Oberlandesgericht Stuttgart stattfinden. Dass Anklage erhoben wurde, war bereits am Donnerstag bekanntgeworden.




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