Rechtschreibung Zwei Methoden zum Lehren der Schriftsprache

Leben: Ricarda Stiller (rst)
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Methodenstreit

Ende des 20. Jahrhunderts stritten sich Didaktiker über die Vor- und Nachteile zweier grundlegend verschiedener Methoden. Der Sprachdidaktiker Hans Brügelmann stellte damals fest, dass keine Methode die einzig wahre sei, sondern nur eine Kombination sinnvoll. Die Anlauttabelle wird heute fast immer eingesetzt, auch wenn Methoden gemischt werden.

Synthetische Methode

Diese Methode baut auf der Anlauttabelle auf. Zunächst werden aus Lauten und Buchstaben, später dann aus Silben Wörter zusammengesetzt (Synthese). Am Ende sind die Schüler in der Lage, das ganze Wort und seine Bedeutung und schließlich auch ganze Sätze zu erfassen. Als Ausgangspunkt dient jedoch immer der einzelne Laut.

Ganzwort-Methode

Bis weit in die 1970er Jahre hinein sind Grundschüler vor allem nach der analytischen Methode unterrichtet worden. Dabei wurden den Kindern ganze Wörter oder kurze Sätze vorgesetzt – meist aus den sogenannten Fibeln. Diese Wörter und Sätze wurden so lange geübt, bis sie sich eingeprägt hatten. Oftmals wurde einfach nur auswendig gelernt.

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