Rechtsstreit in Wiesloch Beide Seiten legen Rechtsmittel gegen Eiscafé-Urteil ein

Beide Seiten haben Rechtsmittel eingelegt. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa/Britta Pedersen
Beide Seiten haben Rechtsmittel eingelegt. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa/Britta Pedersen

Drei Brüder sind Bewährungsstrafen verurteilt worden, unter anderem wegen Körperverletzung und Volksverhetzung. Jetzt haben beide Seiten Rechtsmittel eingelegt.

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Wiesloch - Nach dem Urteil des Amtsgerichts Wiesloch gegen drei Brüder wegen eines Angriffs auf Gäste eines Eiscafés haben beide Seiten Rechtsmittel eingelegt. Das bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts am Donnerstag. Zuvor hatte die Zeitung „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet. Die Männer im Alter von 29 Jahren bis 37 Jahren waren Ende Juli zu Bewährungsstrafen zwischen zehn Monaten und zwei Jahren verurteilt worden - wegen gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung sowie Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Männer während eines Junggesellenabschieds in der Wieslocher Innenstadt (Rhein-Neckar-Kreis) rassistische Parolen skandierten. Sie zeigten den Hitler-Gruß und grölten „Heil Hitler“. Als ein Anwohner „Verpisst euch!“ schrie, seien sie auf mehrere türkisch- und portugiesischstämmige Familien mit Kindern losgegangen, die im Außenbereich der Eisdiele saßen. Dabei warfen sie mit Stühlen und Tischen.

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