Er hat beim 4:1-Testspielsieg über den 1. FC Kaiserslautern am Donnerstag mit einem Chipball als Torschütze zum 1:0 den Torreigen eröffnet. Nach der Partie analysierte der VfB-Rechtsverteidiger Pascal Stenzel die bisherigen Pflichtspiele der Saison – und blickte auch etwas voraus auf das, was die Mannschaft des Vizemeisters in den kommenden Wochen erwartet.
„Es wird eine spannende Reise gegen gute, aber auch schlagbare Gegner“, sagte Stenzel mit Blick auf die acht Duelle in der Ligaphase der Champions League: „Klar ist das für uns alle ein Traum.“ Aktuell haben die VfB-Profis, die nicht bei den Nationalteams weilen, vier Tage bis zum nächsten Dienstag frei. Dann folgen bis Weihnachten mindestens sieben englische Wochen. Die Auslosung der Königsklasse haben Stenzel und die Teamkollegen gemeinsam in einem Restaurant verfolgt. „Bis der Letzte verstanden hatte, wie das System funktioniert, war die Auslosung auch schon vorbei“, sagte der 28-Jährige, der 2019 vom SC Freiburg zum VfB kam, und ein Freund des trockenen Humors ist: „Es war für alle ein schönes Erlebnis.“
In Gladbach wieder in die Spur finden
Los geht es nach der Länderspielpause für den VfB mit den Partien in Gladbach, bei Real Madrid sowie im eigenen Stadion gegen Borussia Dortmund – und das alles binnen acht Tagen. „Natürlich ist das eine super Sache. Wenn man es aber von der Wichtigkeit her nimmt, ist die Partie bei Real wahrscheinlich die unwichtigste der Woche“, analysierte Stenzel: „ Wir müssen erst einmal in Gladbach wieder in der Bundesliga in die Spur finden. Wir freuen uns als Mannschaft jetzt auf alles, was folgt.“
Trotz des Stolperstarts mit nur einem Punkt aus den ersten zwei Bundesligaspielen bleibt Stenzel gelassen: „Ich bin da sehr entspannt. Wir sehen das wie das Trainerteam auch in der Mannschaft nicht so negativ.“ Klar habe man sich den Start anders vorgestellt. „Wir wollten definitiv mehr Punkte holen. Aber wir nehmen unseren Weg an. Dazu gehören auch Testspiele, damit auch diejenigen, die noch nicht so im Rhythmus waren, ihre Minuten bekommen.“
Personell sieht Stenzel, der aktuell in der Startelf gesetzt ist, das Team gut aufgestellt, trotz der sechs Gegentreffer gegen Freiburg und Mainz. „Die Qualität der Abwehrarbeit misst sich ja nicht nur an der Anzahl der Gegentore“, sagte Stenzel: „ Der Elfmeter gegen Mainz etwa zählt für mich nicht. Da jetzt ein Fass aufzumachen, ist für mich verfrüht. Wir haben viele gute Jungs. Die kommen nach und nach zurück, das bringt uns viel Qualität.“