Elektroautos sind klimafreundlicher als Verbrenner, doch ihre Akkus schmälern die Umweltbilanz. Die Industrie will die Rohstoffe künftig zurückgewinnen. Aber ist das Recycling wirklich machbar – oder nur ein Märchen? Ein Besuch in einem Spezialunternehmen.

Eine Fabrikhalle in Hilchenbach nahe Siegen. Lautes Rattern durchdringt den Raum. Warnschilder auf Plastikcontainern machen klar, dass man ihren Inhalt lieber nicht berühren sollte: Ätzend! Gesundheitsschädlich! Umweltgefährdend! Der Betriebsleiter Alexander Sacherow blickt über die Recyclinganlage und erklärt: „Aktuell haben wir noch einen Zwei-Schicht-Betrieb, demnächst arbeiten wir dann 24 Stunden durch.“ Denn es erscheint nur logisch, dass bestehende Akkus nach ihrem Ableben möglichst gut wiederverwertet werden. Die Primobius GmbH, die die Fabrikhalle in Hilchenbach betreibt, hat sich genau dieses Ziel gesetzt. Doch lassen sich E-Auto-Batterien wirklich so gut recyceln, wie es die Industrie nach außen darstellt? Lohnt sich das Geschäft für Umwelt, Verbraucher und Unternehmen? Und wie viele der extrahierten Materialien landen am Ende wirklich wieder in neuen Batterien? Noch gibt es mehr Fragen als Antworten, was diese hoffnungsvolle Technologie betrifft.