Erstmals seit seiner spektakulären Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London vor zwei Monaten hat sich Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Öffentlichkeit gezeigt. Er forderte die USA auf, „ihre Hexenjagd“ gegen seine Organisation zu beenden.

London - Erstmals seit seiner spektakulären Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London vor zwei Monaten hat sich Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Öffentlichkeit gezeigt. Bei seinem Auftritt am Sonntag auf einem Balkon der Botschaft bedankte sich Assange bei Ecuadors Präsident Rafael Correa für den „Mut, der er gezeigt hat“, indem sein Land ihm politisches Asyl gewährte. Der 41-jährige Wikileaks-Chef forderte die USA auf, „ihre Hexenjagd“ gegen seine Organisation zu beenden.

Assange zog 2010 den Zorn der US-Regierung auf sich, als seine Enthüllungsplattform Wikileaks Hunderttausende geheime Dokumente über den Krieg im Irak und in Afghanistan sowie vertrauliche Diplomatendepeschen veröffentlichte.

Ecuador hatte Assange am Donnerstag politisches Asyl gewährt. Der Australier hält sich seit dem 19. Juni in der Botschaft auf, um sich einer Auslieferung nach Schweden zu entziehen, wo er zu Vorwürfen sexueller Übergriffe befragt werden soll.

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