Regensburger Domspatzen Missbrauchsopfer sollen entschädigt werden

Von red/dpa 

Nach Jahren des Konflikts kommen sich die katholische Kirche und die Opfer des Missbrauchsskandals bei den Regensburger Domspatzen näher.

Nach derzeitigem Stand wurden an der Schule und dem Internat der Regensburger Domspatzen mehr als 230 Kinder von Lehrern und Priestern misshandelt Foto: dpa
Nach derzeitigem Stand wurden an der Schule und dem Internat der Regensburger Domspatzen mehr als 230 Kinder von Lehrern und Priestern misshandelt Foto: dpa

Regensburg - Die Opfer des Missbrauchs bei den Regensburger Domspatzen sollen bis Ende 2017 finanziell entschädigt werden. Je nach Schwere der Übergriffe sollen die Betroffenen zwischen 5000 und 20 000 Euro erhalten, kündigte Bischof Rudolf Voderholzer am Mittwoch in Regensburg an. Ein Gremium aus drei Personen werde über die Höhe der Zahlungen entscheiden.

Nach derzeitigem Stand wurden an der Schule und dem Internat des berühmten Chores zwischen 1953 und 1992 mehr als 230 Kinder von Lehrern und Priestern misshandelt, mindestens 60 Kinder wurden Opfer sexueller Gewalt. Fachleute gehen davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt.

Die Entschädigungsregelung ist das Ergebnis intensiver Beratungen zwischen Vertretern der Kirche und der Betroffenen, darunter auch Alexander Probst. Der 56-Jährige zeigte sich zufrieden. „Wir traten an mit einem Forderungskatalog, der bewusst sehr hoch angesetzt war - nach heutigem Stand wissen wir, dieser Forderungskatalog ist erfüllt.“ Dies sei ein Ergebnis, „von dem wir jahrelang geträumt haben“.