Regionalliga Südwest Gepusht von der neuen Heimat: Kunstschuss entscheidet Kampfspiel

Keeper Benedikt Grawe hielt mit seinen Paraden gegen Eintracht Trier die drei Punkte fest. Foto: Pressefoto Baumann

Regionalligist SGV Freiberg baut seinen Vorsprung durch den 1:0-Sieg im Nachholspiel gegen Eintracht Trier an der Tabellenspitze auf vier Punkte aus.

Ludwigsburg: Elke Rutschmann (eru)

Manchmal muss man auch ein wenig egoistisch sein. Es war die 33. Minute im Kleiner Stadion in Nöttingen, als sich Freibergs Marco Kehl-Gomez die Kugel schnappte und zum Freistoß schritt. „Andere hätten auch gewollt, aber ich hatte ein gutes Gefühl“, beschrieb er später die Situation vor seinem Kunstschuss. Es war dann tatsächlich ein Traumtor, dass dem 33-Jährigen aus aus 22 Metern gelungen war und der entscheidende Treffer zum 1:0-Sieg der Freiberger gegen den SV Eintracht Trier.

 

Mit der Innenseite zirkelte er den Ball links an der Mauer vorbei ins Torwarteck. „Das war so geplant“, sagte der Kapitän. Sie haben lange gebraucht, um mit einem ruhenden Ball erfolgreich zu sein in dieser Saison. Dafür gab es auch ein Sonderlob vom Trainer. „So einen Freistoß habe ich von ihm gefordert. Wir hatten schon 30 zentrale Freistöße, jetzt hat es geklappt“, meinte Kushtrim Lushtaku, der ansonsten wenig Grund hatte, sich über den Auftritt gegen Trier zu freuen. „Was für eine Geburt. Wenn es spielerisch nicht läuft, muss man kämpfen, und das haben die Jungs getan“, sagte Lushtaku.

Der Kunstschuss von Leader Marco Kehl-Gomez brachte die Entscheidung. Foto: Baumann

So blieb es beim Freistoßtor und der guten Chance von Winterzugang Minos Gouras in der ersten Hälfte, aber dessen Schuss klärte der Eintracht-Keeper Lucas Laux zur Ecke. Zumindest in Sachen Effektivität konnte der Trainer den Seinen keinen Vorwurf machen. Die mangelnde Chancenverwertung war in der Hinserie noch eine Schwäche der Freiberger, die jetzt sieben Tore in zwei Partien geschossen haben. Wenn auch sehr ungleich verteilt. „Es war wie immer gegen Trier, die spielen robust und Männerfußball. Es war ein Kampfspiel“, sagte Marco Kehl-Gomez.

Torwart Benedikt Grawe hält Sieg fest

Der Kapitän wusste, bei wem er sich bedanken musste, damit die Mannschaft die drei Punkte auf dem schweren Geläuf dann auch festhalten konnte. „Loben muss ich unseren Torwart Benedikt Grawe, der uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten hat“, sagte er. Der SGV-Torhüter rettete zunächst bei einem Kopfball von Dominik Kinscher (24.) und entschärfte später auch noch einen Fallrückzieher des ehemaligen Freibergers Frederik Rahn (39.).

Die Freiberger fanden nie richtig in die Partie. Auch als die Trierer nach dem Platzverweis nach Gelb-Rot für Ömer Yavuz (55.) 40 Minuten in Unterzahl spielen mussten, konnte der SGV die Dominanz nicht in Torchancen umwandeln. Das Spiel blieb auch dann zerfahren, als Kushtrim Lushtaku in der 66. Minute einen Dreierwechsel vollzog und mit Marius Köhl, Nicklas Shipnoski und Gal Grobelnik drei neue Offensivkräfte brachte. Geholfen hat es wenig. Das Spiel des Spitzenreiters blieb ungewohnt unstrukturiert. „Ich hätte mir mehr Entlastung gewünscht, das war aber auch nach den Einwechslungen nicht der Fall“, kritisierte der Trainer.

Einwechslungen bringen keine Entlastung

Letztlich zählen die drei Punkte, mit denen die Freiberger ihren Vorsprung auf Verfolger SG Sonnenhof Großaspach auf vier Zähler an der Tabellenspitze ausbauten und die Mannschaft zog auch sportlich nach, nachdem der Verein zu Wochenbeginn Klarheit über die künftige sportliche Heimat in Heilbronn bekommen hat. „Nach dieser Nachricht war es uns heute sehr wichtig, den Dreier zu holen. Das hat uns beflügelt“, sagte Marco Kehl-Gomez.

SGV Freiberg: . Grawe – Ballo, Hetemaj, Polauke, Adigo (46 Pietzsch) – Kehl-Gomez, Laupheimer - Kudala (59. Köhl), Petö )0. Schmidt), Gouras (59. Shipnoski) – Valpoort (59. Grobelnik). – Schiedsrichter: Felix Ebert (Kirtorf). – Zuschauer: 243. – Tor: Kehl-Gomez (34.

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