Regionalversammlung in Stuttgart Kampfabstimmung um den Vorsitz

Von Alexander Ikrat 

Erst am Wochenende hat sich der langjährige Regionalpräsident Thomas Bopp vom Wahlverlierer CDU entschieden, doch noch mal für den Vorsitz der Regionalversammlung zu kandidieren. An diesem Mittwoch wird abgestimmt.

Die Regionalversammlung wählt einen neuen Vorsitzenden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die Regionalversammlung wählt einen neuen Vorsitzenden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Die Regionalversammlung kürt an diesem Mittwoch zum zehnten Mal in ihrer 25-jährigen Geschichte einen Vorsitzenden, allgemein als Regionalpräsident bekannt. Es kommt zur Kampfabstimmung zwischen dem langjährigen Amtsinhaber Thomas Bopp (CDU) aus Stuttgart und André Reichel aus Ostfildern von den Grünen.

Weil die Grünen bei der Regionalwahl Ende Mai die meisten Stimmen auf sich vereinten, hatten sie zunächst das Vorschlagsrecht für den Vorsitzenden, der die Sitzungen vorbereitet und leitet, den Verband Region Stuttgart aber auch nach außen repräsentiert. Die Grünen lagen mit 24,28 Prozent der Stimmen vor der CDU mit 24,15 Prozent, aber nur knapp mit 1500 Stimmen mehr in der gesamten Region. Anfang Juli schlossen sich dann die beiden ÖDP-Regionalräte der CDU-Fraktion an, weshalb diese plötzlich einen Sitz mehr als die Grünen hatten. Dies entfachte über den Sommer eine Debatte hinter den Kulissen, ob die Belange der Region nicht doch weiterhin von Bopp vertreten werden sollten. Ihm wird von fast allen Seiten gute Arbeit bescheinigt. Nun sind in geheimer Wahl 88 Stimmen zu vergeben: CDU/ÖDP (23), Grüne (22), Freie Wähler (12), SPD (11), AfD (8), FDP (7), Linke/Pirat (5).

Abstimmung in der Landesmesse

Die öffentliche Sitzung beginnt um 15.30 Uhr in der Halle C 1.2 der Messe auf den Fildern. Zur Sitzung wird zunächst Helmut Noe (CDU) als ältestes Mitglied der Regionalversammlung begrüßen, bevor Innenminister Thomas Strobl (CDU) eine Ansprache zum 25-jährige Bestehen der Region Stuttgart hält.

Danach scheidet der wiedergewählte AfD-Regionalrat Stephan Schwarz schon wieder aus dem Gremium aus, weil er künftig das Brüsseler Büro seines Parteikollegen Lars Patrick Berg leitet. Erst dann kommt es zum Showdown zwischen Bopp und Reichel.

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