Regionalwahl 2024 Kreis Esslingen schickt 19 Mitglieder in Regionalversammlung

Die Wähler im Kreis Esslingen haben von ihrem Stimmrecht regen Gebrauch gemacht. Foto: dpa/Bodo Schackow

Im Kreis Esslingen legten CDU, Freie Wähler und AfD zu. Trotz Stimmenverlust stellen die Grünen erneut drei Vertreter.

Reporter: Elke Hauptmann (eh)

Der Landkreis Esslingen wird in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 19 Rätinnen und Räten in der künftig aus 92 Mitgliedern bestehenden Regionalversammlung der Region Stuttgart vertreten sein. Zu den 15 Direktmandaten – vier für die CDU, jeweils drei für Freie Wähler und Grüne, je zwei für SPD und AfD und eins für die FDP – kommen vier Überhangmandate hinzu. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über 68 Prozent.

 

Klarer Gewinner der Regionalwahl im Landkreis Esslingen ist die CDU, die 28,5 Prozent der Stimmen holte. Damit konnten die Christdemokraten ihr Wahlergebnis von 2019 um 4,8 Prozentpunkte steigern – und einen Sitz mehr erringen. Der Teamgeist aller Ortsverbände habe sich ausgezahlt, kommentiert der Spitzenkandidat der hiesigen Union, der Esslinger Tim Hauser, zufrieden das Ergebnis. Die Kreis-CDU stellt nunmehr fünf Regionalräte. Ein Direktmandat holten neben Hauser noch Pia Schwarz (Aichtal), Robert Märsch (Wernau) und Felicia Heiß (Weilheim/Teck). Andreas Koch (Filderstadt) zieht über ein Überhangmandat erneut in die Regionalversammlung ein.

Auch die Freien Wähler legten zu, sie fuhren mit 18,8 Prozent (plus 1,5 Prozentpunkte) den zweithöchsten Stimmenanteil im Kreis ein. Ihr Spitzenkandidat, der Plochinger Bürgermeister Frank Buß, sieht in dem guten Abschneiden die Position der Freien Wähler in der „Schnittstelle der Regionalpolitik zur realen Wirklichkeit“ in der nächsten Legislaturperiode gestärkt. Neben Buß gehört auch wieder der Bürgermeister von Weilheim/Teck, Johannes Züfle, dem Gremium an. Hinzu kommen Annette Silberhorn-Hemminger (Esslingen) und Hedy Barth-Rößler (Filderstadt) – letztere verdankt ihren Einzug einem Überhangmandat.

Mit 16,4 Prozent Stimmenanteil folgen die Grünen – sie haben aber Federn gelassen und verloren 7,3 Prozentpunkte. Dennoch stellen sie erneut drei Regionalräte. Ingrid Grischtschenko (Leinfelden-Echterdingen), André Reichel (Ostfildern) und Lena Weithofer (Esslingen) sind für eine weitere Amtszeit gewählt.

Die AfD zog mit 13,6 Prozent Stimmenanteil (plus 4,5 Prozentpunkte) an der SPD vorbei und stellt mit Christoph Deutscher (Kohlberg) und Ulrich Deuschle (Notzingen) jetzt zwei Vertreter in der Regionalversammlung. Zuvor war es einer.

Die FDP kam auf 5,0 Prozent der gültigen Stimmen (minus 1,6 Prozentpunkte), die Linke auf 3,1 Prozent (minus 0,6 Prozentpunkte). Glatte zwei Prozent der Stimmen holte die ÖDP – und erneut ein Überhangmandat: Mathias Rady aus Ostfildern kann so seine Arbeit in der Regionalversammlung fortsetzen. Anders als die Esslingerin Rena Farquhar von der FDP: Platz zwei auf der Bewerberliste der Liberalen hat nicht für ein Mandat gereicht. Das sicherte sich Osman Dönmez aus Filderstadt. Auch die Linkspartei ist dank eines Überhangmandates weiterhin mit einem Abgeordneten in der Regionalversammlung vertreten: Marc Dreher aus Esslingen löst Peter Rauscher ab, der nicht mehr kandidierte.

FDP verliert ein Mandat

Die SPD stellt trotz des Stimmenverlustes auch in den kommenden fünf Jahren zwei Vertreter in der Regionalversammlung: Ines Schmid (Esslingen) bleibt demnach Regionalrätin. Neu im Gremium ist Esslingens Oberbürgermeister Matthias Klopfer, der sich über sein gutes Abschneiden freut. „Gleichzeitig muss man deutlich sagen, dass die Enttäuschung über das Ergebnis generell groß ist.“ Umso motivierter geht er die neue Aufgabe an: „Ich werde die Interessen der Stadt Esslingen und die der SPD im Regionalparlament selbstbewusst vertreten.“

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Esslingen Kreis Esslingen