Reichenbach Bernhard Richter bewirbt sich für eine fünfte Amtszeit

Bernhard Richter möchte Bürgermeister in Reichenbach bleiben. Foto: Roberto Bulgrin

Der Verwaltungsfachmann Bernhard Richter bewirbt sich zum fünften Mal für den Posten als Bürgermeister in Reichenbach. Wichtige Weichenstellungen möchte er gerne noch umsetzen.

Region: Corinna Meinke (com)

Seit 32 Jahren hält Bernhard Richter die Fäden im Reichenbacher Rathaus fest in der Hand. Als Verwaltungschef der Filstalgemeinde ist er für 260 Mitarbeitende zuständig. Mit 60 Jahren will es der gebürtige Kirchheimer in seiner Wahlheimat Reichenbach, wo er sich für eine fünfte Amtszeit bewirbt, noch einmal wissen. Das habe er auch mit Ehefrau Sabine Weidenbacher-Richter so abgesprochen, die im Verwaltungsteam als stellvertretende Hauptamtsleiterin agiert. Kennengelernt hatten sich die beiden einst bei der Arbeit im Rathaus, bestätigt der Vater von drei erwachsenen Töchtern, der gerne asiatisch kocht, fotografiert und reist.

 

Sprecher der größten Kreistagsfraktion

„Ich trete für volle acht Jahre an, vorausgesetzt, ich bleibe gesund“, erklärt der häufig wortgewaltig auftretende Bewerber und ergänzt: „Ich mache es richtig oder gar nicht.“ Im Alter von 28 Jahren wurde Richter in Reichenbach erstmals zum Bürgermeister gewählt, davor arbeitete der Diplomverwaltungswirt als Amtsleiter in Denkendorf. Einen Karrieresprung peilte der parteilose Bewerber im Jahr 2003 an, als er in Kirchheim als Oberbürgermeister kandidierte, nach dem ersten Wahlgang aber zurückzog. Im Esslinger Kreistag fungiert Richter seit Jahren als Fraktionssprecher der Freien Wähler und als Stellvertreter des Landrats genauso wie als Aufsichtsrat der Kreiskliniken Esslingen und als Verwaltungsrat der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Noch lange nichts amtsmüde, möchte er in Reichenbach die Vollendung der begonnenen Großprojekte begleiten. Dazu zählt der Verwaltungsfachmann die geplante Mediathek und vor allem den Schul- und Sportcampus, dessen neue Sporthalle und die Mensa im November fertiggestellt werden. An Stelle der alten Sporthalle soll nach deren Abriss ein Freizeitgelände mit Kleinspielfeldern und Fitnessgeräten unter freiem Himmel entstehen und der dortige Lützelbach ähnlich naturnah angelegt werden wie bereits der Reichenbach. Auch eine Bürgerwiese für Picknicks und Feste aller Art sei dort geplant, und auf dem benachbarten neuen Parkplatz sei genügend Platz für ein Festzelt, zählt Richter auf. Nicht weit entfernt plant die Gemeinde ein Kinderhaus mit vier Gruppen, außerdem könnte dort die Christophstraße künftig dem Bus- und teils dem Radverkehr vorbehalten bleiben, skizziert Richter die Überlegungen.

Immer ansprechbar für die Bürgerschaft

Auf die offene Jugendarbeit angesprochen, hofft Richter nach der Schließung des Jugendhauses wegen randalierender Gruppen auf eine Neukonzeption seitens des Kreisjugendrings, die auch Streetwork vorsehen sollte. Mit aller Kraft will sich Richter für die ärztliche Versorgung im Ort einsetzen. Dazu lässt er gemeinsam mit Hochdorf und Lichtenwald prüfen, ob ein Medizinisches Versorgungszentrum angesiedelt werden kann. Und die Ladenzeile entlang der Hauptstraße soll mit Spielgeräten und Bänken aufgewertet und barrierefrei umgestaltet werden: „Wir machen das für die Läden“, bekräftigt Richter und kündigt an, dass während der Bauzeit Ersatzparkplätze geschaffen werden sollen. Eines ist dem Bewerber noch wichtig: Er sei immer ansprechbar für Bürgeranliegen und biete zudem Onlinetermine an – auch ohne feste Sprechstunde.

Infos im Netz: www.bernhard-richter.info

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