Reisachschule Weilimdorf Schulleiterin mit Herz und Leidenschaft

Von Marta Popowska 

Sabine Andreae leitet die Reisachschule in Weilimdorf bereits seit eineinhalb Jahren. Nun wurde sie an ihrer Grundschule auch offiziell mit einer Feier ins Amt eingeführt.

Die neue Schulleiterin ist die alte: Sabine Andreae leitet die Reisachschule bereits seit eineinhalb Jahren. Nun gab es die offizielle Feierlichkeit zum Amt. Foto: Marta Popowska
Die neue Schulleiterin ist die alte: Sabine Andreae leitet die Reisachschule bereits seit eineinhalb Jahren. Nun gab es die offizielle Feierlichkeit zum Amt. Foto: Marta Popowska

Weilimdorf - In schnelllebigen Zeiten ist Beständigkeit im Berufsalltag seltener geworden. An der Reisachschule scheint es sie zu geben – zumindest in der Schulleitung. In der vergangenen Woche hat die Weilimdorfer Grundschule, die seit 52 Jahren existiert, mit Sabine Andreae ihre erst vierte Schulleiterin bekommen. Feierlich, doch in familiärer Stimmung, wurde das Ereignis begangen.

Streng genommen ist Andreae schon seit eineinhalb Jahren im Amt. Als Lehrerin kam sie vor bereits 17 Jahren an die Schule, die damals noch eine Grund- und Hauptschule war. „Eigentlich ist ja schon alles im Fluss“, sagte die passionierte Seglerin. Doch weder die Laudatoren, die von Amts wegen auf der Bühne standen, noch Kolleginnen oder Schüler ließen es sich nehmen, Andreae gebührend und herzlich zu feiern. Allen voran sprach die stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamts Stuttgart Birgit Popp-Kreckel, für die das praktisch ein kleines Heimspiel war. „Das ist meine Schule, an der ich als Referendarin angefangen habe und es ist meine erste Rede hier“, sagte sie. Doch auch weil sich die beiden schon lange kennen, betonte Popp-Kreckel ihre Freude darüber, an diesem Tag an der Schule zu sein und Sabine Andreae im Amt offiziell begrüßen zu dürfen.

Lob für Offenheit und Gesprächskultur

Popp-Kreckel stellte einzelne Stationen Andreaes heraus und hob hervor, wie engagiert diese seit Beginn ihrer Schulkarriere sei. Nach ihrem zweiten Staatsexamen zog es Andreae zunächst ins Ausland. Vier Jahre lebte sie im spanischen Bilbao, wo sie als Lehrerin arbeitete. Zurück in Stuttgart bewarb sie sich an der Reisachschule, war seit 2005 Mitglied einer Steuerungsgruppe und bildete sich stets fort. „Du bist ein Teamplayer. Das zeigt sich an deiner Vita“, lobte Popp-Kreckel.

„Ich weiß nicht, wie es sich für sie anfühlt, die Schule zu übernehmen, aber ich glaube, man mag sie hier“, sagte die Bezirksvorsteherin Ulrike Zich zu Beginn ihrer Rede. Es erfordere viel Führungspotenzial, die Großen und Kleinen zufriedenzustellen „und das haben sie“, sagte Ulrike Zich. Dass sie auch die Großen zufrieden stellt, machte eine Vertreterin des Elternbeirats deutlich. Es gab nicht nur Lob für ihre Offenheit und Gesprächskultur, sondern auch dafür, dass Andreae sich immer Zeit nehmen würde, auch wenn sie selten genügend davon hätte.

Das Können eines jeden Kindes fördern

Auf die warmen Worten der Redner folgten Gesang des Kollegiums und Tanzeinlagen der Kinder. Eine sichtlich glückliche Sabine Andreae wurde zum choreografierten Westerntanz der Viertklässler auf die Bühne gebeten, ließ sich den rosa Cowgirl-Hut aufsetzen und tanzte mit.

Den gut eineinhalbstündigen offiziellen Programmteil beendete Andreae mit ihrer Ansprache. Sie hieß Irena Mohns, die neue Konrektorin an ihrer Seite, willkommen und bedankte sich für die Unterstützung bei Kollegium und Eltern. Da sie nun schon so lange im Amt sei, empfinde sie die Veranstaltung als „totale Ehrung für alles, was bisher war“. Als Schulleiterin sehe sie ihre Aufgabe darin, das Können eines jeden Kindes zu fördern und nicht etwa darin, ihm sein Versagen aufzuzeigen. „Ich will, dass Kinder sagen, sie gehen gerne an die Reisachschule.“

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