Reisepläne Hurra, die Sommerferien sind da!

Von und Achim Zweygarth (Fotos) 

Schule, war da was? Das Wort ist für die nächsten sechseinhalb Wochen gestrichen. Wir haben uns am Vaihinger Hegel-Gymnasium umgehört. Die jungen Menschen entfalten eine erstaunliche Reisetätigkeit.

Der letzte Einsatz der Tafel ehe für sechseinhalb Wochen Pause ist. Foto: dpa
Der letzte Einsatz der Tafel ehe für sechseinhalb Wochen Pause ist. Foto: dpa

Stuttgart - Wieder ein Schuljahr geschafft: seit Mittwoch ist Baden-Württemberg für sechseinhalb Wochen unterrichtsfrei. Vaihinger Hegel-Gymnasiasten nutzen diese Zeit unterschiedlich. Manche arbeiten, viele fahren weg – aber alle suchen auch Erholung.

Büsra Oktay Foto: Achim Zweygarth
Büsra Oktay, 10a, 16 Jahre: „Ich gehe am Sonntag in die Türkei, drei Wochen, erst nach Istanbul zum Shoppen, dann zu den Großeltern nach Sinop an die Schwarzmeerküste. Dort sind die Berge und das Meer, da kann man sich erholen, klettern und wandern. Danach arbeite ich eine Woche lang in der Küche im Waldheim auf der Rohrer Höhe. In der letzten Ferienwoche erhole ich mich und bereite mich mental drauf vor, dass ich in die Kursstufe gehe.“ Nimmt sie Lernsachen in den Urlaub mit? „In die Türkei? Auf keinen Fall – das ist ein absolutes No-Go! Vielleicht ein Buch, aber kein Schulbuch.“ Worauf sie sich am meisten freut? „Auf den Türkeiurlaub. Es gibt schon eine Sehnsucht, da hinzugehen. Aber aufs Waldheim freue ich mich auch.“

Jannik Unmüßig Foto: Achim Zweygarth
Jannik Unmüßig, 9a, 14 Jahre: „In der ersten Woche fahre ich mit meinen Eltern und meinem Bruder nach San Remo ans Meer. Dort werden wir das Strandleben genießen und uns erholen. In der zweiten und dritten Woche bin ich zuhause und werde was mit Freunden machen: in die Stadt gehen, ins Freibad oder ins Kino. Und zwischendurch arbeite ich immer am Bärenschlössle. Dort verkaufe ich Eis und arbeite an der Theke. Meine Eltern sind dort Pächter. Ich muss arbeiten, weil ich ja auch Geld brauche. Ich habe einen Vorschuss für mein neues Handy bekommen, den muss ich abarbeiten. In der vierten und fünften Woche bin ich im Waldheim, in der Spezigruppe. Dort wird man auf die Arbeit als Gruppenleiter vorbereitet. In der letzten Ferienwoche geh ich mit meiner Fußballmannschaft vom TSV Georgii Stuttgart nach Serfaus, zur Saisonvorbereitung.“

Maya Wieduwilt Foto: Achim Zweygarth
Maya Wieduwilt, 10a, 16 Jahre: „In der ersten Ferienwoche fahren wir zu sechst an den Bodensee, meine Freundinnen und ich.“ Ohne Eltern? „Ohne Eltern. In Konstanz haben wir uns eine Ferienwohnung gemietet, wollen es uns am Strandbad gut gehen lassen und freuen uns schon auf das Open-Air-Konzert mit Milky Chance.“ Und die Verpflegung? „Wir nehmen ganz viele Nudeln mit und kochen selber. Die Woche darauf bin ich mit meiner Schwester zuhause, bei den Großeltern. Danach bin ich zwei Wochen im Waldheim auf der Rohrer Höhe – dieses Jahr zum ersten Mal als Gruppenleiterin. Da betreue ich Neunjährige. Ins Waldheim gehe ich schon, seit ich drei bin. Zum Schluss fahre ich noch mit drei Freundinnen zum Segeln, wir machen einen Segelkurs.“ Wo? „Das fällt mir grad nicht mehr ein, irgendwo Richtung Berge.“ „In der ersten Ferienwoche fahren wir zu sechst an den Bodensee, meine Freundinnen und ich.“ Ohne Eltern? „Ohne Eltern. In Konstanz haben wir uns eine Ferienwohnung gemietet, wollen es uns am Strandbad gut gehen lassen und freuen uns schon auf das Open-Air-Konzert mit Milky Chance.“ Und die Verpflegung? „Wir nehmen ganz viele Nudeln mit und kochen selber. Die Woche darauf bin ich mit meiner Schwester zuhause, bei den Großeltern. Danach bin ich zwei Wochen im Waldheim auf der Rohrer Höhe – dieses Jahr zum ersten Mal als Gruppenleiterin. Da betreue ich Neunjährige. Ins Waldheim gehe ich schon, seit ich drei bin. Zum Schluss fahre ich noch mit drei Freundinnen zum Segeln, wir machen einen Segelkurs.“ Wo? „Das fällt mir grad nicht mehr ein, irgendwo Richtung Berge.“

Hanns-Jörg Staudenmayer Foto: Achim Zweygarth
Hanns-Jörg Staudenmayer, 9a, 15 Jahre „Zu Beginn der Ferien werden mir alle vier Weisheitszähne gezogen. Das versaut mir den Ferienanfang, muss aber sein. Während der Schulzeit hätte ich sonst zu viel verpasst. Danach besuche ich meinen Opa in Reutlingen und helfe ihm beim Einkaufen, im Haushalt und im Garten, das macht Spaß mit ihm. Dann gehe ich noch eine Woche ins Waldheim auf die Rohrer Höhe und helfe dort in der Küche. Das brauche ich, um mir eine Dauerkarte für den VfB zu finanzieren. In den letzten drei Ferienwochen gehe ich mit der Familie an die Nordsee, nach Sylt. Da können wir drei Wochen ohne Allergien verbringen. Sylt ist mein Highlight. Ein Sommer ohne Sylt ist bei uns nicht vorstellbar. Im Strandkorb lesen, das ist immer gemütlich. Meine Eltern werden sicher sagen, dass ich Schulsachen mitnehmen muss.“

Philipp Stadelmeier Foto: Achim Zweygarth
Philipp Stadelmeier, 9a, 15 Jahre: „Die ersten Ferienwochen bin ich zuhause, will mit Freunden was machen, vielleicht ins Freibad gehen und mich ein bisschen von der Schule ausruhen, von dem ganzen Stress mit den Klassenarbeiten. Dann helfe ich meinem Opa beim Renovieren. Wir werden miteinander tapezieren. Ich überleg mir auch, bei meinem Vater in der Schreinerei auszuhelfen, mit Handlangerarbeiten. So könnte ich schon ein bisschen Geld verdienen für den Führerschein und für den Amerika-Austausch im nächsten Schuljahr. In den letzten beiden Ferienwochen gehe ich mit der Familie nach Südfrankreich an die Ardèche, zum Campen. Am meisten freue ich mich drauf, auszuschlafen und das zu machen, worauf ich Lust habe.“

Sonderthemen