Angesichts der militärischen Eskalation zwischen den USA, Israel und Iran warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in zahlreiche Staaten des Nahen und Mittleren Ostens.

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)

Update vom 05.03.2026 um 7:49 Uhr: Das Auswärtige Amt hat die Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei und Ägypten aktualisiert.

 

Seit dem 28. Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele im Iran durch. Als Reaktion greift Iran Ziele in der gesamten Region an. Mehrere Staaten haben ihre Lufträume gesperrt, weitere kurzfristige Schließungen sind möglich. Zahlreiche Fluggesellschaften haben Verbindungen eingestellt. Betroffen sind auch internationale Drehkreuze wie die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar.

Für diese Länder gilt eine Reisewarnung

Das Auswärtige Amt warnt aktuell vor Reisen nach:

  • Israel / Palästinensische Gebiete
  • Libanon
  • Jordanien
  • Syrien
  • Irak
  • Iran
  • Bahrain
  • Kuwait
  • Oman
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Saudi-Arabien
  • Katar
  • Jemen

Die Sicherheitslage gilt als hochgradig instabil. Raketen- und Luftangriffe können sich kurzfristig ausweiten.

Was Betroffene jetzt wissen müssen

Deutsche Staatsangehörige in der Region sollen sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND eintragen und ihre Kontaktdaten aktuell halten. Das Auswärtige Amt hat zudem eine Krisenhotline unter +49 30 5000 87777 eingerichtet (täglich 8 bis 18 Uhr deutscher Zeit). Weitere Informationen finden Betroffene auf der Webseite des Auswärtigen Amtes hier und hier.

Vor Ort gilt:

  • Warnungen vor Luftangriffen ernst nehmen
  • Bei Alarm sofort Schutzräume, Treppenhäuser oder stabile Gebäudeteile aufsuchen
  • Fenster und Eingangsbereiche meiden (Splittergefahr)
  • Nach Ende eines Alarms mindestens zehn Minuten im Schutzraum bleiben
  • Anweisungen der Behörden strikt befolgen
  • Lageentwicklung regelmäßig über Medien verfolgen

Bei Flugausfällen müssen sich Reisende direkt an Fluggesellschaften oder Reiseveranstalter wenden. Eine staatliche Rückholaktion ist derzeit nicht angekündigt. Die Bundesregierung verweist auf bestehende kommerzielle Ausreisemöglichkeiten – sofern diese verfügbar sind.

Wer eine Reise in die Region geplant hat, sollte die Entscheidung angesichts der ausdrücklichen Reisewarnungen und möglicher kurzfristiger Luftraumsperrungen sorgfältig prüfen.