Reit-Drama bei Olympia Fünfkampf-Verband bestraft Trainerin - Freispruch für Schleu

Fünfkampf-Trainerin Kim Raisner (l) wurde vom Weltverband sanktioniert - Annika Schleu (r) nicht. Foto: Marijan Murat/dpa Foto: dpa
Fünfkampf-Trainerin Kim Raisner (l) wurde vom Weltverband sanktioniert - Annika Schleu (r) nicht. Foto: Marijan Murat/dpa

Für ihr umstrittenes Verhalten beim Reit-Drama um die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu bei den Olympischen Spielen in Tokio ist Bundestrainerin Kim Raisner vom Weltverband UIPM bestraft worden.

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Monaco - Für ihr umstrittenes Verhalten beim Reit-Drama um die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu bei den Olympischen Spielen in Tokio ist Bundestrainerin Kim Raisner vom Weltverband UIPM bestraft worden.

Ihre Athletin dagegen wurde vom Vorwurf des übermäßigen Gebrauchs der Gerte und Sporen freigesprochen, wie es in einer Mitteilung der UIPM hieß.

Der Disziplinarausschuss des Weltverbandes wies Raisner an, ein Trainingsseminar zum richtigen Umgang mit Pferden zu absolvieren. Erst danach werde die Berlinerin wieder für einen UIPM-Wettkampf akkreditiert. Zudem erhielt sie einen offiziellen Verweis. Bei einer Wiederholung eines solchen Vorfalls wie in Tokio müsse sie mit dem Entzug ihrer Trainerinnen-Lizenz rechnen.

"Hau mal richtig drauf!"

Vor knapp einem Monat hatte Schleu in Tokio nach zwei Disziplinen auf Gold-Kurs gelegen. Doch beim Reiten war sie mit dem ihr zugelosten und völlig verunsicherten Pferd nicht zurecht gekommen, Raisner hatte die weinende Berlinerin mit den Worten "Hau mal richtig drauf!" zum Einsatz der Gerte aufgefordert. Die Trainerin gab dem Pferd zudem einen Schlag mit der Faust. Anschließend wurde Schleu und Raisner Tierquälerei vorgeworfen. Beide hatten dies stets zurückgewiesen.

"Das ungeheuerliche Verhalten von Frau Raisner kann nicht ungestraft bleiben", hieß es in der Begründung. Zugleich stellte der Ausschuss aber zu Raisner fest: "Ihr sportlicher und beruflicher Werdegang ist von vorbildlichem Verhalten geprägt, so dass die Ereignisse vom 6. August als Anomalie zu werten sind."

© dpa-infocom, dpa:210906-99-114413/2

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