Reiterspiele Leonberg Jörg Widmaier verhindert einen Überraschungssieg
Bei den Leonberger Reiterspielen dominieren im Springen die Sportler aus dem Benzenbühl mit ihren Pferden – allen voran der Reitstall-Chef Jörg Widmaier.
Bei den Leonberger Reiterspielen dominieren im Springen die Sportler aus dem Benzenbühl mit ihren Pferden – allen voran der Reitstall-Chef Jörg Widmaier.
Genau einen Monat nach seinem Heimsheimer Finalsieg hat sich Springreiter-Ass Jörg Widmaier bei den Leonberger Reiterspielen im abschließenden Wettbewerb des dreitägigen Reitturniers siegreich durchsetzen können. Eine diesmal wahrlich runde Angelegenheit für den Lokalmatador aus dem Pferdesportzentrum Benzenbühl.
Der 40-Jährige feierte am Sonntag in seiner langjährigen Reitsportkarriere seinen 40. Sieg in der schweren Klasse. Jörg Widmaier, der im Sattel der neunjährigen DSP-Stute Championesse saß, vereitelte auf der Anlage Tilgshäusle mit seinem fehlerlosen Ritt in der Siegerrunde in letzter Sekunde den Überraschungssieg des erst 16 Jahre alten Juniorenspringreiters Nick Armbruster aus Schutterwald auf Ba Luna.
Zwei Zeitstrafpunkte aus dem Normalumlauf, die Widmaier zuvor aufgebrummt bekam und in die Siegerrunde mitnehmen musste, konnten seinen Großen-Preis-Sieg nicht verhindern. Denn Armbruster hatte bereits vier Strafpunkte für einen Stangenfehler aus dem Normalumlauf auf seinem Konto stehen. Aber erst als beim aktuellen Hallenchampion von Stuttgart, dem Topfavoriten Markus Kölz aus Winnenden und zuvor der einzige Fehlerlose des Normalumlaufs, mit Bruno in der Siegerrunde eine Stange fiel, war das Springen zugunsten von Widmaier entschieden. Vierter im Großen Preis von Leonberg wurde mit insgesamt zwölf Strafpunkten nach Normalumlauf und Siegerrunde Julian Stahl vom Reitclub Aischbach Gültstein mit Call him Cody.
Am Tag zuvor hatte sich Markus Kölz in der S-Punktespringprüfung souverän durchgesetzt, gegen Marvin Frey, seinen Chefbereiter im Stall, mit Tornados Touch, und Stefan Hirsch vom RV Nordstetten-Horb mit Ejay, der Dritter wurde. Jörg Widmaier rangierte in der Samstags-S-Springprüfung mit Championesse an vierter Stelle, Platz fünf sicherte sich Clubkollegin Annick Schulte mit Kortina. Im drittschwersten Springwettbewerb der traditionsgemäß am zweiten Septemberwochenende stattfindenden Leonberger Reiterspiele machte ebenfalls Markus Kölz (46) mit der achtjährigen Kasalida das Rennen vor Marvin Frey und Tornados Touch. Eine Stufe darunter gewann Markus Kölz auch das Einsterne-M-Springen, im Punkte-M-Springen ging der Sieg an Marvin Frey vor den punktgleich auf Platz zwei gelandeten Jörg Widmaier und Ingrid Langrock (ebenfalls PSZ Benzenbühl).
Zu einer weiblichen Benzenbühl-Angelegenheit wurde unterdessen das Qualifikations-L-Springen des Sparkassencups, dessen Finale beim Böblinger Herbstturnier stattfindet: Lisa Diebold siegte auf Canolito, Sarah Widmayer steuerte Current Market an zweite und Benzenbühl-Kollegin Annick Schulte das Springpferd Could be Easy an die dritte Stelle. Wertvolle Qualifikationspunkte fürs Oktober-Finale gingen aber auch mit einem erkämpften fünften Platz an Wolfgang Renz vom Gastgeber RFV Leonberg auf seinem bewährten, 18 Jahre alten Carladus.
Im Dressurviereck dominierte den S-Dressurhöhepunkt Jana Schlotter vom Ländlichen Reit- und Fahrverein Weil der Stadt. Die 26-Jährige ritt auf Stute Deja Vue (12) als Siegerin aus dem Viereck und auf Just Magic folgte sie direkt dahinter an zweiter Stelle. Mit Platz drei auf Sezuanero und Platz vier auf Caddylack belegte Lisa Steisslinger vom RFV Böblingen zwei aufeinander folgende Plätze dieser Kandaren-S-Dressur. Die Zweisterne-M-Dressur gewann Lokalmatadorin Theresa-Luisa Brendle (35) im Sattel der neunjährigen Westfalenstute Gold-Fee.