Rekordtief im Zollernalbkreis Albstadt grüßt mit minus 34 Grad

Mit minus 34 Grad war es in Albstadt im Zollernalbkreis in der Nacht zum Montag deutschlandweit am kältesten. (Symbolbild) Foto: Shutterstock/Gary Whitton
Mit minus 34 Grad war es in Albstadt im Zollernalbkreis in der Nacht zum Montag deutschlandweit am kältesten. (Symbolbild) Foto: Shutterstock/Gary Whitton

Mit minus 34 Grad in der Nacht zum Montag hat Albstadt im Zollernalbkreis deutschlandweit die tiefste Temperatur zu bieten gehabt. In Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg herrschten dagegen vergleichsweise milde minus zehn Grad.

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Albstadt/Sonnenbühl - Der Südwesten bibbert in der Kälte - und nirgends in Deutschland war es so eisig wie auf der Schwäbischen Alb. Nach Messungen von Meteorologen stellte Albstadt am Montag mit minus 33, 8 Grad den Kälterekord auf. Der Winter brachte zudem Verkehrsstörungen mit sich - auch bei Bahnen und am Flughafen. Autos und Lastwagen kamen auf glatten Straßen teils nur schwer voran - etwa auf der A 8. In Baden-Württemberg soll es vorerst weiter Schnee und Dauerfrost geben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Meteorologen warnen vor starken Böen und Schneeverwehungen im Schwarzwald. Die frostigen Temperaturen haben aber auch gute Seiten - zumindest für manchen Winzer, der mit der Eisweinlese beginnen konnte.

Richtig zittern mussten die Menschen in Albstadt (Zollernalbkreis) und Sonnenbühl (Kreis Reutlingen). Dort wurden minus 33,8 Grad und minus 29 Grad gemessen, wie der Wetterdienst Meteomedia berichtete. Der DWD, der teils andere Messstationen nutzt, meldete in Altheim im Kreis Biberach den tiefsten Wert mit minus 24 Grad. Die Wolken über dem Südwesten hätten sich in der Nacht verzogen und die Temperaturen purzeln lassen, erklärte ein Meteorologe. Zudem lägen diese Orte geografisch in Kälteschneisen, hieß es. Werte von minus 30 Grad seien zum Beispiel in Albstadt auch kein Einzelfall.

In den Städten Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg herrschten dagegen vergleichsweise milde minus zehn Grad. In Mannheim lag am Montag Schnee, am Morgen zeigte das Thermometer dort minus acht Grad.

Auch der Bahn- und Flugverkehr von der Kälte betroffen

In der Nacht zum Montag und am Morgen hatte die Polizei im Großraum Karlsruhe viel mit Unfällen zu tun. Die Beamten rückten zu insgesamt 30 Einsätzen aus, weil Autofahrer wegen des Wetters, zu hoher Geschwindigkeit oder Sommerreifen die Kontrolle verloren. Dabei sei jedoch nur Blechschaden entstanden, hieß es in einer Mitteilung. Verletzt wurde niemand. Die Autobahn 8 musste bei Karlsbad zeitweise vollständig gesperrt werden. Auf der Strecke waren immer wieder Lastwagen liegen geblieben, der Verkehr staute sich auf bis zu sieben Kilometern. In beiden Richtungen kam es nach Polizeiangaben zu Verzögerungen durch festgefahrene Autos.

Eis und Frost haben auch im Bahn- und Flugverkehr zu Verzögerungen bei einzelnen Zügen und Linienmaschinen geführt. Bahnmitarbeiter reparierten am Montagmorgen in Stuttgart eine Störung an einer Weiche, die durch das eisige Wetter nicht mehr funktioniert hatte, wie ein Unternehmenssprecher sagte.

Einzelne Züge hatten laut Bahn wenige Minuten Verspätung. Am Flughafen in Stuttgart verzögerten sich wegen der Witterung die Abflugzeiten von mehreren Passagiermaschinen. Jeder Flieger wird nach Angaben einer Sprecherin vor dem Abheben vom Eis befreit. Dies habe zu Verspätungen von jeweils rund 20 Minuten geführt.

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