Relegation Fußball Kreisliga A 2 SV Leonberg/Eltingen II überrollt den KSV Renningen

Die Zweite des SV Leonberg/Eltingen bleibt in der Kreisliga A: Jubel bei Dimitrios Wacker (li.) und Doppel-Torschütze Mathias Falch. Foto: Andreas Gorr

Der SV Leonberg/Eltingen II schlägt in der Relegation zur Kreisliga A 2 den KSV Renningen 5:1. Dabei kommen einige Akteure zum Einsatz, die in der Bezirksliga gespielt haben.

Leonberg: Flemming Nave (nave)

Die Relegation ist ein streitbarer Wettbewerb. Ein Team kann eine verkorkste Saison übers Nachsitzen noch retten und den Abstieg verhindern, ein anderes den nachträglichen Lohn für eine starke Spielzeit einfahren – aber häufig hat der unterklassige Verein dabei keine Chance.

 

Wie im Relegationsspiel um einen Platz in der Kreisliga A 2. Der SV Leonberg/Eltingen II, der in der abgelaufenen Spielzeit auf dem Relegationsplatz in der Kreisliga A gestrandet war, traf in Gebersheim auf den KSV Renningen. Der Dritte der Kreisliga B 4 träumte ein Jahr nach dem Abstieg vom Wiederaufstieg – doch dieser Traum war rasch ausgeträumt. Schon nach fünf Minuten überrollte die SV-Dampfwalze den Gegner mit einem simplen Konter, an dessen Ende Ennio Ohmes die Führung erzielte (5.).

Ennio Ohmes (2. v. li.) machte mit seinen zwei Toren früh alles klar für den SV. Foto: Andreas Gorr

Der SV-Stürmer erhöhte vier Minuten später nach einem weiteren schnellen Gegenstoß auf 2:0. In Minute 16 verwandelte der Oberliga-erfahrene Marijan Salopek einen Foulelfmeter, Mathias Falch traf in Minute 27 erneut für Leonberg. Der Fisch war schon zur Pause geputzt und verzehrfertig.

KSV Renningen kann Tempo nicht mitgehen

Der Klassenunterschied war klar sichtbar, Renningen wirkte im Tempo stark überfordert, sodass an eine Aufholjagd nach dem Seitenwechsel kaum zu denken war. Der Mannschaft gelang zumindest das Ehrentor – in der 79. Minute traf Berkant Bayrak per Foulelfmeter zum 1:4. Den Schlusspunkt setzte Mathias Falch in der Nachspielzeit mit dem 5:1 für den SV Leonberg/Eltingen.

Der KSV Renningen war meist zweiter Sieger: SV-Spieler Peter Damm überspringt seinen Gegenspieler. Foto: Andreas Gorr

Doppelpacker Ennio Ohmes betonte, dass es für sein Team wichtig gewesen sei, bei den sommerlichen Temperaturen gut ins Spiel zu kommen. „Wenn es schnell 2:0 oder 3:0 steht, dann haben wir schnell Ruhe bei dem Wetter“, sagte der Torjäger, der in der abgelaufenen Spielzeit fünf Tore für Leonbergs erste Mannschaft erzielte. Insgesamt waren sechs Akteure der Leonberger Startelf in dieser Saison für die Bezirksliga-Mannschaft aufgelaufen und kamen dabei zusammen auf 70 Einsätze.

Startelf kommt auf 70 Bezirksliga-Einsätze

Ohmes sah darin keine Ungerechtigkeit. „Ich glaube, die Regel ist relativ gut ausgelegt“, meinte der Stürmer, der sich nach halbjähriger Verletzungspause über Einsätze in der zweiten Mannschaft hochgearbeitet hatte. „Wir sind eine zweite Mannschaft, da ist die Unterstützung von der ersten Mannschaft immer wichtig“, sagte der scheidende Trainer Daniel Bär.

Der SV II feiert den Klassenverbleib mit Torschütze Marijan Salopek (Mi.). Foto: Andreas Gorr

Abteilungsleiter Ingo Jung hob die Funktion der Reserve hervor, um Nachwuchsspieler an die erste Mannschaft (künftig Landesliga) heranzuführen. „Für den Verein ist es positiv, dass der Abstand zwischen beiden Teams nicht wächst und die Zweitvertretung weiterhin in der Kreisliga A antreten darf“, betonte Jung. Kritiker der Relegation dürften sich hingegen erneut bestätigt fühlen. Auch der KSV Renningan hatte am Ende Grund zur Freude – durch den Aufstieg des TSV Heimsheim in die Bezirksliga rückt der KSV in die Kreisliga A 2 nach.

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