Relegation zur Bezirksliga TSV Heimsheim will die zweite Chance zum Aufstieg nutzen

Trainer Oliver Kudera will mit dem TSV Heimsheim über die Relegation den Aufstieg in die Bezirksliga meistern. Foto: Andreas Gorr

Der Tabellenzweite der Kreisliga A2 trifft am Sonntag in Malmsheim im ersten Relegationsspiel auf den Bezirksligisten Dersim Ludwigsburg.

Der TSV Heimsheim will seine tolle Saison in der Kreisliga A2 krönen: Nachdem am übermächtigen TSV Münchingen kein Vorbeikommen war, will die Mannschaft von Trainer Oliver Kudera den Aufstieg in die Bezirksliga über die Relegation schaffen. Dazu bedarf es zweier Siege, den ersten am Sonntag (15 Uhr) auf dem Gelände des TSV Malmsheim gegen FV Dersim Sport Ludwigsburg, den Tabellen-13. der Bezirksliga.

 

Der Gegner kommt für Coach Kudera etwas überraschend: „Ich hatte eigentlich mit dem TSV Nussdorf gerechnet, die hätten ja nur ihr Heimspiel gegen den FC Marbach gewinnen müssen“, erzählt er. Durch die 0:1-Niederlage blieben die Nussdorfer jedoch auf dem ersten Abstiegsplatz hängen.

Sehr froh ist Kudera, dass es nicht zu einem Derby gegen den TSV Merklingen kommt. „Das wäre wirklich nicht unser Wunschgegner gewesen“, sagt der Heimsheimer Coach. Stattdessen wartet nun aber mit dem FV Dersim Sport Ludwigsburg möglicherweise eine Wundertüte.

Turbulenter Saisonverlauf bei Dersim

Das Team aus der Barockstadt hatte die Bezirksliga-Hinrunde mit nur vier Zählern Rückstand auf die Tabellenspitze beendet und galt als ernsthafter Aufstiegsanwärter. Doch zu Beginn der Rückrunde verließen zahlreiche Akteure den Verein, der dann gezwungen war, den Kader mit vertragslosen und AH-Spielern aufzufüllen. Das Ergebnis: ganze fünf Punkte gab es in der zweiten Halbserie, dafür zum Teil zweistellige Niederlagen und am Ende 99 Gegentore. „Diese Zahlen sehen wir natürlich, aber wir orientieren uns nicht daran, sondern lieber an unseren eigenen Stärken“, sagt Oliver Kudera. Auf den Gegner könne man sich – anders als es gegen Nussdorf möglich gewesen wäre – eigentlich nicht vorbereiten.

Das richtige Mindsetting

Der Heimsheimer Coach hat die Vorbereitungswoche vielmehr dazu genutzt, um seiner Mannschaft das richtige Mindsetting für den stimmungsvollen Rahmen anzutrainieren. „Malmsheim ist gefühlt unsere Nachbarschaft, und wir spielen vielleicht vor 600 bis 800 Zuschauern. Das ist etwas ganz anderes als der Liga-Alltag“, weiß Kudera nur zu gut. In der Relegation setze sich oft nicht die qualitativ bessere Mannschaft durch, sondern diejenige, die mit den Rahmenbedingungen besser zurechtkomme.

„Unser Ziel ist es, die neutralen Zuschauer auf unsere Seite zu ziehen und sie mit attraktivem Fußball zu begeistern“, wirbt der TSV-Coach.

Kompletter Kader steht zur Verfügung

Auch mit Blick auf das Relegationsspiel hat Kudera im letzten Saisonspiel beim Meister TSV Münchingen am vergangenen Sonntag nach 55 Minuten fünf seiner Korsettstangen – darunter die Widmaier-Brüder Lino und Tim, die zusammen 54 Tore erzielt haben - ausgewechselt und damit die bedeutungslose 0:3-Niederlage in Kauf genommen. „Der Nebenplatz war sehr holprig, ich wollte nicht, dass sich womöglich noch einer verletzt“, erläutert er.

Personell kann der Coach aus dem Vollen schöpfen. „Die Relegation hat sich bei uns ja schon früh abgezeichnet. Ich habe die Spieler gebeten, das bei ihren Urlauben zu berücksichtigen und sich diese Erlebnis auch nicht entgehen zu lassen“, erzählt Oliver Kudera.

Ein wenig beschäftigt hat sich der Coach auch schon mit dem möglichen Gegner im zweiten Relegationsspiel, in dem die Entscheidung über den Aufstieg in die Bezirksliga am 22. Juni in Renningen fallen wird. Im anderen Halbfinale stehen sich am Samstagabend (18 Uhr) der SGV Murr (Vizemeister der Kreisliga A1) und der TSV Ensingen (Vizemeister der Kreisliga A3) in Besigheim gegenüber. „Murr hat deutlich mehr Punkte geholt und wirkt als Mannschaft sehr robust“, haben seine bisherigen Recherchen ergeben. Das alles ist aber erst einmal Zukunftsmusik – die Ouvertüre zur Relegation ist am Sonntagnachmittag die Partie gegen den FV Dersim Sport Ludwigsburg.

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