Rems-Murr-Gründerpreis Die Siegerin sorgt für Durchblick

Durchblick auf durchweg faire Weise verspricht die Optikerin Anke Kiefer. Foto: Gottfried Stoppel
Durchblick auf durchweg faire Weise verspricht die Optikerin Anke Kiefer. Foto: Gottfried Stoppel

Anke Kiefer hat sich den ersten Preis beim 17. Gründerpreis der Sparkasse gesichert. Die Geschäftsidee der Winnender Optikerin: fair gefertigte und fair gehandelte Brillen

Schorndorf - Nicht nur nachhaltige und möglichst regional produzierte Produkte, sondern das Ganze auch noch in einer auf fairen Handel ausgerichteten Wohlfühl-Atmosphäre im Brillenparadies namens „Durchblick – das ist die Geschäftsidee, mit der die Winnender Optikerin Anke Kiefer beim 17. Gründerpreis der Kreissparkasse Waiblingen die Jury überzeugt hat. Bei der Verleihung in der Schorndorfer McArena überreichte ihr der Kreissparkassen-Vorstand Ralph Walter den großformatigen Siegerscheck über 4000 Euro für das innovativ und umweltverträgliche Projekt. Insgesamt hatten laut Kreissparkasse 28 Gründer ihre Beiträge für den Wettbewerb eingereicht.

Vorbilder für den Schritt in die Selbstständigkeit

Ebenso wie die vier weiteren mit Preisen bedachten Geschäftsmodelle handle es sich beim umweltfreundlichen Optikerladen namens Durchblick um ein sehr durchdachtes Konzept, sagte Walter in seiner Laudatio. „Alle unsere Existenzgründungen zeichnet ein erfolgversprechender Businessplan aus. Wir würdigen nicht nur die Idee, sondern vor allem auch die detaillierte Ausarbeitung ihrer Umsetzung.“ Mit dem Gründerpreis wolle man aber nicht nur die Neu-Unternehmer unterstützen, sondern zudem den Rems-Murr-Kreis wirtschaftlich stärken, sagte Walter: „Die Preisträger sollen ein Vorbild für alle sein, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen oder bereits gewagt haben.“

Den zweiten Platz und damit ein Preisgeld von 3000 Euro holten sich der Bittenfelder Bundesligahandballer Simon Baumgarten und sein Geschäftspartner Timo Kalbantner. Ihr Mikrostudio mit Namen Bewegungsmuster ist kein Fitness-Studio im klassischen Sinn, sondern stellt viel mehr die individuelle Ausrichtung entsprechend der Bedürfnisse und dem Fitnesslevel der Kunden in den Vordergrund. Das Ziel des Ganzen ist die Stärkung des Körpers mittels Physiotherapie, Functional Training, Mobility, Athletiktraining, Kettlebell sowie Massagen.

Der dritte Preis ging in diesem Jahr an Boris Wick, der sich auf die technische Realisierung diverser Druckerzeugnisse spezialisiert hat. Der Schwerpunkt der Firma boriswick sind Verpackungen und Etiketten, dazu kommt die entsprechende Beratung und das Projektmanagement samt Angeboten wie Reinzeichnen, High-End-Bildbearbeitung oder Druckvorstufen. Die Dienstleistungen sind als Gesamtpaket, stunden- und tageweise oder projektbezogen buchbar. Der jeweilige Einsatzort spielt bei Boris Wick keine Rolle.

Weitere Preise mit je einem Scheck über 500 Euro erhielten Niko Pitoulis, der griechische Fleisch- und Wurstspezialitäten herstellt und in seinem Fellbacher Laden vertreibt sowie Julia Ehhmke, die mit ihrem speziellen Wäschenetz namens BRAsionelle mehr Spaß in die Tätigkeit des Wäschewaschens bringen will.

Drei Sieger beim Publikumspreis

Zum zweiten Mal ergänzte ein unterhaltsamer Gründerslam die Preisverleihung. Acht Kandidaten waren es diesmal, die ihre Geschäftsideen auf der Bühne dem Publikum präsentierten und sich dem Voting mittels eines „Applausometers“ stellten. Am Ende gab es drei Sieger: den Vorjahresgewinner Klaus Peter Beer mit seiner Klipphilfe für Krücken, Markus Escher mit Wild Gin aus den Remstäler Weinbergen und Jörg Widlicky mit dem Kochkonzept „Cook meets Rock“.




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